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Weisheit

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Als Weisheit wird eine transkulturell-zeitlose, universal-menschliche, reale oder ideale, entweder als reifungsbedingt erwerbbar oder aber als göttlich verliehen gedachte exzeptionelle Kompetenz bezeichnet, welche sich durch ungewöhnlich tiefe Einsicht in die Kreisläufe des Lebens, besonderes Wissen, eine herausragende ethisch-moralische Grundhaltung und das damit verbundene Handlungsvermögen auszeichnet.

Es gibt zahllose Definitionen und Konzepte von Weisheit, die sich in der Regel in den Spannungsräumen zwischen Wissen und Intuition, Verstand und Gefühl, Reife und Kindlichkeit, Klugheit und Torheit, weltzugewandter Diesseitigkeit und Transzendenz bewegen. Als Gegenstand wird Weisheit thematisiert von Philosophie und Theologie, den einzelnen Religionen und der Ethnologie, von Wissenssoziologie und Persönlichkeitspsychologie, der Märchen- und Mythenforschung sowie in ihren künstlerischen Gestaltungen durch Kunst, Literatur und Musik.

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'''Zarathustra''' ([[Griechische Sprache|griechisch]] '''Zoroaster''', Ζωροάστρης, [[Persische Sprache|persisch]] '''Zartoscht''', [[Kurdische Sprache|kurdisch]] '''Zerdesht''', [[Altpersische Sprache|altpersisch]] '''Zarathuschtra''') lehrte im zweiten oder ersten Jahrtausend&nbsp;v.&nbsp;Chr. als [[Iranische Völker|alt-iranischer]] [[Zaotar]] (Priester) und verhalf dem nach ihm benannten [[Zoroastrismus]] zum späteren Durchbruch als [[Perserreich|persisch]]-[[Medien (Land)|medische]] beziehungsweise [[Iran|iranische]] Religion,<ref>Vgl. Heinz Gaube: ''Zoroastrismus - Die Religion des Zarathustra -'' In: [[Emma Brunner-Traut]]: ''Die großen Religionen des Alten Orients und der Antike'', Kohlhammer, Stuttgart 1992, ISBN 3-17-011976-1, S. 102-108.</ref> weshalb er beispielsweise auch „Gründer des Zoroastrismus”, „Religionsstifter”<ref>Vgl. Josef Wiesehöfer: ''Das antike Persien'', Albatros Verlag, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-96151-3.</ref> oder „Reformator”<ref>Vgl. Norbert Oettinger In: [[Dietz-Otto Edzard]] u.&nbsp;a.: ''[[Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen Archäologie]], Bd. 8'', de Gruyter, Berlin 1997, ISBN 3-11-014809-9, S. 185.</ref> genannt wird. Sein Name bedeutet: „Besitzer des goldfarbenen Kamels”. Die Anhänger des Zoroastrismus werden [[Zoroastrier]] oder Zarathustrier genannt, die Anhängerschaft im heutigen Indien bezeichnet sich auch als [[Parsen]].
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