Vergleichende Politikwissenschaft
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Die Vergleichende Politikwissenschaft ist ein Teilgebiet der Disziplin Politikwissenschaft. Neben dem Vergleich von Staats- und Regierungsformen werden insbesondere unterschiedliche politische Strukturen und Prozesse ins Blickfeld der Forschung genommen; so zum Beispiel bei der Untersuchung von Zusammenhängen zwischen institutionellen Strukturen und staatlichem Handeln.[1] Der Inhaltsbereich des Fachs geht über den üblichen Rahmen dessen, was als „Vergleichende Regierungslehre“ (engl. comparative government) bezeichnet wird, hinaus. Beschränkten sich die vergleichenden Analysen in der Politikwissenschaft früher vornehmlich auf politische Institutionen, Prozesse und Inhalte, so dehnten sich diese seit den 1960 Jahren unter dem Eindruck der Systemtheorie auf politische Systeme in ihrer Gesamtheit aus. Seitdem schließen die Analysen der vergleichenden Politikwissenschaft ebenso Faktoren ein, die organisierte Interessen, die politische Kultur sowie die Ökonomie betreffen. Als bedeutsame Forschungsfelder der vergleichenden Politikwissenschaft gelten ferner Regierungssysteme, Wahlsysteme und Parteiensysteme.[2] Ein spezielles Teilgebiet stellt zudem die vergleichende Konfliktforschung dar.[3]
Weblinks
- ↑ Franz Lehner, Ulrich Widmaier: Vergleichende Regierungslehre. 3. Aufl., Opladen 1995, S. 9, ISBN 3-8100-1366-8.
- ↑ Matthias Catón: Politikwissenschaft im Beruf. Perspektiven für Politologinnen und Politologen. Münster 2005, S. 15, ISBN 3-8258-8360-4.
- ↑ Frank R. Pfetsch: Konflikt. Heidelberger Jahrbücher. Nr 48 (2003). S. 19, ISBN 3-5402-3386-5.
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