Time to Live
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Time To Live (Internet Protocol) (IP)
Time-to-live oder TTL ist der Name eines Header-Felds des Internetprotokolls, das verhindert, dass unzustellbare Pakete endlos lange von Router zu Router weitergeleitet werden.
Das TTL-Feld umfasst ein Oktett, kann also Zahlenwerte bis maximal 255 beinhalten. Der IP-Stack des Absenders füllt dieses Feld bei zu versendenden Paketen mit einem von der Implementierung oder Konfiguration abhängigen Wert, üblicherweise 64, 128 oder 255. Laut RFC 791 muss die TTL von Paketen auf jedem Router, den das Paket auf dem Weg vom Sender zum Ziel passiert, um mindestens 1 verringert werden. IP-Pakete mit einer aktuellen TTL von 0 werden vom Router verworfen. Dies verhindert im Fall von Daten- oder Routing-Fehlern, dass unzustellbare Datenpakete endlos (z. B. auf einer Kreisroute) im Netz umherirren ohne ihr Ziel zu finden.
Damit ein IP-Datenpaket sein Ziel erreicht muss sein anfänglicher TTL-wert grösser sein als die maximal mögliche Anzahls Hops. Dabei reicht für das Internet ein Wert von ca. 30 in der Regel aus.
Die Lebensdauer eines IP-Paketes kann nach diesen Festlegungen bis zu 255 hops betragen. Obwohl dieses theoretische Maximum in der Praxis bedeutungslos ist, spielt es in vielen weiteren Überlegungen zu Grenzen von TCP/IP (Zusammenhang zwischen maximaler Bandbreite, maximaler Fenstergröße, maximaler Entfernung usw.) eine wichtige Rolle.
Pakete mit speziell modifizierten TTL-Werten kommen beim so genannten Traceroute zum Einsatz.
Weblinks
- serversniff.de ermittelt die initialen TTL-Werte von Servern
- clez.net/web.agent Anzeige der eigenen TTL
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