Thüringer Holzland
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Das Thüringer Holzland bestand ursprünglich aus den 8 Orten
- Bad Klosterlausnitz
- Hermsdorf
- Oberndorf
- Reichenbach
- Schleifreisen
- Sankt Gangloff
- Tautenhain und
- Weißenborn
Heute bezeichnet man damit in der Regel das Gebiet im Städtedreieck zwischen Hermsdorf, Eisenberg und Stadtroda.
Der Waldreichtum der Landschaft entspringt den eher unfruchtbaren Böden, die sich aus den Sandsteinen des Buntsandsteins, die das Gebiet aufbauen, entwickelt haben. Für die Landwirtschaft ist das Holzland daher nur bedingt nutzbar.
Dem Holzreichtum der Gegend entsprechend fand man hier die früher so typischen Berufe wie Leitermacher, Pechschmied, Muldenhauer etc. recht häufig. Weshalb das Gebiet auch selten als Leiterland bezeichnet wird. Ende des 19. Jahrhunderts kam die Porzellanindustrie (Industrie in Hermsdorf - Haushaltporzellan vor allem in Reichenbach) hinzu. Nach 1989 kam es zu einer Vielzahl von Ausgründungen aus den Keramischen Werken Hermsdorf (KWH) (ab 1990 Tridelta AG) und etlichen Neugründungen von Firmen der Keramik, Mikroelektronik, Mikromechanik, Pulvermetallurgie, Industrieservice etc.
Seit vielen Jahren wird dieses Gebiet auch als Naherholungsgebiet der Region Ostthüringen und darüber hinaus genutzt. Bei schönem Wetter wandern Touristen in kleinen und großen Gruppen durch den Zeitzgrund oder das Eisenberger Mühltal. Die Mühlen wurden zum großen Teil zu öffentlichen Gaststätten umgebaut und die Wege größtenteils saniert.
Die Eisenbahnstrecke zwischen Weimar, Jena und Gera (über Stadtroda–Hermsdorf-Klosterlausnitz) wird auch Holzlandbahn genannt.
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