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Taktgefühl

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Taktgefühl (veraltet Zartsinn) ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Fähigkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu stehen, ohne sie zu brüskieren oder zu beschämen, ihnen z. B. nicht unangemessen zu nahe zu treten. Es kann sich auch zur Charaktereigenschaft verfestigen.

Soziologisch wird Takt in einen „Satz von Verhaltensformen für Kommunikationspartner“ gefasst, die die Selbstdarstellung des anderen nicht durchbrechen wollen „und ihn auch dort noch schonen, wo er unglaubhaft wird“.[1] Bestandteil eines taktvollen Handelns ist es, dass es unauffällig bleibt.

Taktgefühl drückt sich im Konkreten nicht nur darin aus, was gesagt, gefragt oder getan wird, sondern auch darin, auf welche Weise und zu welchem Zeitpunkt dies geschieht, wobei es auch eine Rolle spielt, in welchem Verhältnis die jeweiligen Personen untereinander stehen.


  1. Hubert Treiber/Rüdiger Lautmann, Takt, in: Werner Fuchs-Heinritz u. a. (Hgg.), Lexikon zur Soziologie, 4. Auflage, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, S.655



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