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Story Musgrave

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Franklin Story Musgrave (* 19. August 1935 in Boston, Massachusetts, USA) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Astronaut und der Einzige, der mit allen fünf US-Raumfähren ins All flog.

Inhaltsverzeichnis

Story Musgrave war zweimal verheiratet und lebt heute in Florida. Er hat sieben Kinder: drei Töchter und vier Söhne. Musgrave hat berühmte Vorfahren: Joseph Story – seinerzeit war noch Story der Familienname –, der ab Februar 1812 bis zu seinem Tod 33 Jahre lang Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten war. Und dessen Sohn William, der Bildhauer und Dichter war und später nach Italien auswanderte.

Musgrave stammt aus zerrütteten Verhältnissen. Seine Eltern waren Alkoholiker und haben sich schließlich selbst das Leben genommen. Aufgewachsen sind Musgrave und seine zwei Brüder – einer jünger, einer älter – in den 1940er Jahren auf einer 400-Hektar-Farm südwestlich von Boston, die sich auf Milchwirtschaft spezialisiert hatte. Die Familie lebte recht isoliert, was vor allem auf das Verhalten der trinkenden und schlagenden Eltern zurückzuführen war. Musgrave suchte und fand seinen Ausgleich in der Natur. Er weiß sich zu erinnern, dass er bereits im Alter von drei Jahren in so mancher Nacht durch den angrenzenden Wald streifte. 1945 hatte seine Mutter genug von den Misshandlungen ihres Mannes und zog mit Musgrave zu Verwandten – die beiden Brüder blieben beim Vater auf der Farm.

1953 verließ Musgrave nach sechs Jahren kurz vor dem Examen die St. Mark's School in Massachusetts und trat in das United States Marine Corps ein. Da er jedoch keine Hochschulreife in der Tasche hatte, wurde ihm sein Wunsch, Pilot zu werden, verwehrt. Es war das letzte Mal in seinem Leben, dass er eine berufliche Hürde wegen fehlender Bildungsnachweise nicht nehmen konnte. Er holte die Hochschulreife nach. Seitdem hat er das Lernen zu seiner Passion gemacht und hat nicht weniger als sechs akademische Titel erringen können.

Weil Musgrave nicht fliegen durfte, arbeitete er beim Bodenpersonal in der Flugzeugwartung. Dazu war er an der US Naval Aviation Electrician and Instrument Technician School in Jacksonville (Florida) zum Flugzeugmechaniker für Bordelektrik und Instrumentierung geschult worden. Als Leiter des Bodenpersonals diente er in Korea, Japan sowie auf Hawaii und war auch im Fernen Osten auf dem Flugzeugträger USS Wasp stationiert gewesen.

Mitte der 1950er Jahre in die USA zurückgekehrt, startete Story Musgrave eine beispiellose Karriere im Bildungswesen – als „ewiger Student“ (im positiven Sinn). Er schrieb sich an der Syracuse University im Bundesstaat New York ein und erhielt 1958 einen Bachelor in Mathematik und Statistik. Im gleichen Jahr verließ er das USMC und nahm für kurze Zeit einen Job als Mathematiker und Analytiker bei Eastman Kodak am Firmensitz in Rochester (New York) an. Danach stockte er seine akademische Trophäensammlung weiter auf: 1959 Magister in Computerprogrammierung und Arbeitsanalyse (University of California, Los Angeles), 1960 Bachelor in Chemie (Marietta College in Ohio), 1964 Doktor der Medizin vom College of Physicians & Surgeons der Columbia University in New York City.

In seiner Wahlheimatstadt Lexington (Kentucky) nahm er dann am Medical Center der University of Kentucky eine Assistenzarztstelle als Chirurg an. 1965 wechselte er zur US-Luftwaffe und arbeitete im Bereich Luftfahrtmedizin. Ein Jahr darauf nahm er eine Stelle am National Heart Institute – seit 1969 heißt es National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI) – an, um zu forschen und zu unterrichten. Parallel dazu studierte er Physiologie und Biophysik an der Kentucky-Universität (Master 1966).

Bis 1989 hat Musgrave seinen Beruf als Mediziner ausgeübt. Als Unfallchirurg arbeitete er einige Tage im Monat am Denver General Hospital in Denver, Colorado, um in Übung zu bleiben, und war Gastprofessor am Medical Center der University of Kentucky, wo er Physiologie und Biophysik lehrte.

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'''Musgrave''' ist der Familienname folgender Personen:
Die Syracuse University ist eine 1870 gegründete private Forschungsuniversität in Syracuse im US-Bundesstaat New York. 2005 waren an der Hochschule 18.735 Studenten eingeschrieben. Die Hochschule ist besonders bekannt für ...
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