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Sterbetafel

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Die Sterbetafel ist eine Ausscheideordnung, die darstellt, wie sich ein fiktives Kollektiv von Personen aus einer bestimmten Personengruppe durch Tod erwartungsgemäß verringert. In der Sterbetafel werden getrennt nach Geschlecht meist folgende Werte für die Alter <math>x=0</math> bis zum Endalter (früher meist 100, heute meist höher) aufgeführt:

Wird die Tafel zur Kalkulation von Beiträgen eines Versicherungsvertrages oder der Deckungsrückstellung verwendet, so werden meist Sterbewahrscheinlichkeiten verwendet, die gegenüber den "realistischen" Werten mit Sicherheitsmargen versehen sind. Soweit das Risiko im Tod des Versicherten besteht, werden die Sterbewahrscheinlichkeiten hierzu erhöht (Zuschlag), soweit das Risiko im Überleben besteht (Rentenversicherungen), wird ein Abschlag auf die Sterbewahrscheinlichkeit vorgenommen, um jeweils das Risiko vorsichtig einzuschätzen.

Die für zur Kalkulation privater Altersrenten verwendeten Sterbetafeln (Rententafeln) berücksichtigen die steigende Lebenserwartung. Die anzusetzende Sterbewahrscheinlichkeit hängt damit nicht nur vom Alter <math>x</math>, sondern auch vom Geburtsjahrgang ab, da seit Jahrzehnten von Geburtsjahrgang zu Geburtsjahrgang die Lebenserwartung zunimmt. Die damit entstehende zweidimensionale Tafel mit einer Altersverschiebung wird auch zu einer eindimensionalen Tafel vereinfacht.

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Als '''Rechnungsgrundlagen''' bezeichnet man in der traditionellen [[Versicherungsmathematik]], insbesondere in der [[Lebensversicherung|Lebens-]] und der [[Private Krankenversicherung|(privaten) Krankenversicherung]] die in versicherungsmathematischen Berechnungen verwendeten [[Parameter (Mathematik)|Parameter]], insbesondere in [[Versicherungsbeitrag|Beitrag]]s- oder [[Deckungskapital]]formeln. In den letzten Jahrzehnten wurden auch versicherungsmathematische Berechnungsverfahren, insbesondere für Beiträge in der Lebensversicherung, entwickelt, in denen es keine Rechnungsgrundlagen im herkömmlichen Sinn mehr gibt. Dies sind insbesondere an Marktpreisen orientierte und auf Szenarien beruhende Verfahren zur Beitragskalulation.
John Graunt (* 24. April 1620 in London; † 18. April 1674 ebd.) leistete einen erheblichen Beitrag zur systematischen Datenerfassung und Datenauswertung und gilt als ein wichtiger Wegbereiter der modernen Statistik.
'''Ausscheideordnungen''' sind neben dem Rechnungszins die wichtigsten [[Rechnungsgrundlage]]n der [[Lebensversicherung|privaten Lebens-]] und [[Private Krankenversicherung|Krankenversicherung]]. Sie beschreiben den durch Ausscheidursachen wie Tod oder Invalidität verursachten Schrumpfungsprozeß einer Personengruppe.
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