Sterbetafel
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Die Sterbetafel ist eine Ausscheideordnung, die darstellt, wie sich ein fiktives Kollektiv von Personen aus einer bestimmten Personengruppe durch Tod erwartungsgemäß verringert. In der Sterbetafel werden getrennt nach Geschlecht meist folgende Werte für die Alter <math>x=0</math> bis zum Endalter (früher meist 100, heute meist höher) aufgeführt:
- die alters- und geschlechtsabhängigen Sterbewahrscheinlichkeiten der betreffenden Personengruppe <math>q_x</math>
- daraus errechnet die Anzahl <math>l_x</math> der jeweils bis zum Alter <math>x</math> Überlebenden eines fiktiven Kollektivs in der Personengruppe
- die pro Altersjahr <math>x</math> Gestorbenen <math>d_x</math> des fiktiven Kollektivs.
Wird die Tafel zur Kalkulation von Beiträgen eines Versicherungsvertrages oder der Deckungsrückstellung verwendet, so werden meist Sterbewahrscheinlichkeiten verwendet, die gegenüber den "realistischen" Werten mit Sicherheitsmargen versehen sind. Soweit das Risiko im Tod des Versicherten besteht, werden die Sterbewahrscheinlichkeiten hierzu erhöht (Zuschlag), soweit das Risiko im Überleben besteht (Rentenversicherungen), wird ein Abschlag auf die Sterbewahrscheinlichkeit vorgenommen, um jeweils das Risiko vorsichtig einzuschätzen.
Die für zur Kalkulation privater Altersrenten verwendeten Sterbetafeln (Rententafeln) berücksichtigen die steigende Lebenserwartung. Die anzusetzende Sterbewahrscheinlichkeit hängt damit nicht nur vom Alter <math>x</math>, sondern auch vom Geburtsjahrgang ab, da seit Jahrzehnten von Geburtsjahrgang zu Geburtsjahrgang die Lebenserwartung zunimmt. Die damit entstehende zweidimensionale Tafel mit einer Altersverschiebung wird auch zu einer eindimensionalen Tafel vereinfacht.
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