Ständeordnung
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Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Gesellschaft Europas gliederte sich in mehrere Stände (lat. statūs, Singular status). Das Ständesystem war ein gesellschaftliches Ordnungsmodell, wie es für spätere Zeiten die von Marx beschriebenen Klassen oder die von Ralf Dahrendorf, Karl Martin Bolte und anderen in die Gesellschaftslehre eingeführten sozialen Schichten wurden. Die soziale Mobilität war in der Ständeordnung jedoch noch gering. Standesgrenzen bestanden vor allem durch unterschiedliche Herkunft.
Ein großer Teil der Bevölkerung gehörte gar keinem der Stände an. Zu ihrem unterständischen Anteil gehörten z. B. Gesinde, Höker, Fahrendes Volk und Bettler.
Weblinks
- Landtag und Landstände - Vorformen des Parlamentarismus Vortrag von Prof. Dr. Ernst Schubert, Institut für Historische Landesforschung der Georg-Universität Göttingen
- Ständische Ordnungen am Anfang des 18. Jahrhunderts und das Braunauer Parlament
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