Schutzverletzung
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Bei Computern tritt eine Schutzverletzung (v. engl. segmentation fault oder segmentation violation, kurz auch segfault) auf, wenn ein Computerprogramm auf eine Ressource (insbesondere auf Speicher) zuzugreifen versucht, die vor einem solchen Zugriff geschützt ist.
Der Umkehrschluss ist unzulässig: nicht jeder fehlerhafte Speicherzugriff löst die Ausnahmebedingung „Schutzverletzung“ aus. Ein und derselbe Programmfehler kann je nach allgemeinem Systemzustand, also in im allgemeinen nicht kontrollierbarer Weise, einen Absturz wegen Schutzverletzung auslösen, zu arithmetisch falschen Rechenergebnissen oder anderem unerwünschtes Systemverhalten führen und auch ganz folgenlos bleiben.
Die englische Bezeichnung segmentation fault stammt aus einer Zeit, in der Speicherbereiche durch Segmentierung vor unerlaubtem Zugriff geschützt wurden. Heute werden andere Schutzmechanismen verwendet, insbesondere Paging; der Terminus segmentation fault hat sich aber unverändert erhalten. Der segmentation fault ist nicht zu verwechseln mit dem page fault (Seitenfehler), der lediglich das Programm so lange unterbricht, bis die fehlende Seite in den Hauptspeicher geladen wurde.
Unter Unix löst segmentation violation die Ausnahmebedingung SIGSEGV (numerisch 11) aus.
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