Rollenerwartung
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Rollenerwartung ist ein soziologischer Begriff aus den Theorien zur sozialen Rolle, der sich einerseits auf das Rollenverhalten, andererseits die Rollenattribute bezieht. Konkret bedeutet dies, dass an den Träger einer sozialen Rolle einerseits Ansprüche an sein Handeln, andererseits aber auch Ansprüche an seine Erscheinung und seine Persönlichkeit gestellt werden.
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'''Parentifizierung''' beschreibt die Rollenumkehr zwischen Eltern und Kind, wobei die Eltern ihre Elternfunktion unzureichend erfüllen und dem Kind eine nicht kindgerechte überfordernde "Eltern-Rolle" zuweisen.
Der Begriff '''Erwartung''' spielt eine zentrale Rolle in der [[Soziologie]]. Zum einen beschreibt er die Annahme eines Handelnden darüber, was ein anderer oder mehrere andere tun würden ([[Antizipation|antizipatorisch]]e Erwartung) bzw. was er oder andere billigerweise tun sollten ([[Soziale Norm|normativ]]e Erwartung).
Rollendistanz bezeichnet in der Soziologie (und insbesondere im symbolischen Interaktionismus von Erving Goffman) die Fähigkeit, Normen oder Rollenerwartungen wahrzunehmen, sie zu interpretieren und mit ihnen reflektierend so umzugehen, dass die eigenen Bedürfnisse in das Geschehen eingebracht werden können. Und somit in einem ambivalenten, kritischen oder zweifelnden Verhältnis gegenüber seiner eingenommenen Rolle zu stehen.<ref>Karl-Heinz Hillmann (Hrsg.), Wörterbuch der Soziologie, Stuttgart 1994, S. 744</ref>
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