Remota
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Der Begriff Remota, wörtlich „Weggeschafftes“, bezeichnet Bestände einer Bibliothek, die aus politischen, juristischen oder moralischen Gründen nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Die Remota-Bestände werden oft auch als Giftschrank oder literarischer Giftschrank bezeichnet. Damit wird auf die Pflicht von Apotheken, Krankenhäusern, Schulen und Ärzten angesprochen, besonders giftige und gefährliche Substanzen nicht einfach zu lagern, sondern unter besonderem Verschluss zu halten.
Vor allem erotische Literatur und gesellschaftskritische, politische Literatur wurden dem Lesepublikum vorenthalten. Aufgrund der gesellschaftlichen Liberalisierung enthalten die Remota heute nur noch wenige pornographische und extremistische Schriften.
In früheren Zeiten hat man die Betreuung nur einem gefestigten Bibliothekar älteren Jahrgangs, der aus geordneten Familienverhältnissen stammte, anvertraut, da man von diesem erwartete, dass er mit dieser als wichtig erachteten Aufgabe nicht sittlich erschüttert wurde oder Illegales tat.
Weblinks
- Remota der Bayerischen Staatsbibliothek (PDF-Datei; 10 kB)
- Banned Books Week der American Library Association (engl.)
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