Protozoeninfektion
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Unter Protozoeninfektion versteht man das aktive oder passive Eindringen von Protozoen (tierischen Einzellern) in einen Organismus, deren dortige Vermehrung und die darauf folgende Reaktion des Organismus in Form einer Erkrankung. Wenn mindestens eines der drei Merkmale fehlt, spricht man von einer Infestation.
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Ein '''Antiprotozoikum''' (pl. ''Antiprotozoika'') ist ein [[Arzneimittel]] zur Behandlung von parasitären [[Infektionskrankheit]]en, die durch [[Protozoen]], also einzellige Erreger, verursacht werden. Damit gehören die Antiprotozoika zur Stoffgruppe der [[Antiparasitika]]. Die häufigsten [[Protozoeninfektion]]en sind [[Malaria]], [[Trypanosomiasis]], [[Amöbenruhr]], [[Leishmaniose]] und [[Toxoplasmose]].
Die Nitroimidazole sind eine Gruppe von Antibiotika, die in der Medizin eingesetzt werden. Sie können als Tablette verabreicht werden und wirken bakterizid gegen fast alle anaeroben Bakterien (außer Aktinomyzeten und Propionibakterien) und viele Protozoen. Der wichtigste Vertreter ist Metronidazol, neuere Varianten sind Tinidazol und Nimorazol. Zurzeit (2009) sind in Deutschland keine Medikamente mit den Wirkstoffen Nimorazol oder Tinidazol im Handel.
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