Prosa
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Prosa (von lateinisch prorsus/prosa oratio – sinngemäß: gerade heraus) bezeichnet die ungebundene Rede im Gegensatz zur Formulierung in Versen oder in bewusst rhythmischer Sprache. Als prosaisch bezeichnet man davon abgeleitet eine vergleichsweise trockene, nüchterne Darstellung.
Teilweise wird der Begriff auch gattungstheoretisch verwendet. Dann bezeichnet Prosa jene unterschiedlichen Gattungs-Elemente der Literatur, die Beobachtetes, Empfundenes, Erdachtes und Gedachtes mitteilen und mehr oder weniger interpretieren: in einen ausgesprochenen oder unausgesprochenen Sinn-Zusammenhang stellen, erklären, kommentieren, analysieren oder bewerten und die (im Unterschied zu Versdrama und Lyrik) in ihrer Darstellungsform nicht versförmig sind.
Prosagenres sind z. B. der Roman, die Novelle, die Erzählung, die Kurzgeschichte, der Essay, das Feuilleton, die Memoirenliteratur, die Biografie, der Brief, Sachtexte aller Art und die gesamte wissenschaftliche Literatur.
Die Gebrauchsprosa teilt ihre Inhalte mit z. B. in Rede, Gespräch, Brief, Artikel und Sachtext (z. B. Gesetzestexte oder Gebrauchsanleitungen). Davon unterscheidet man die literarische Prosa, die sich in Wortwahl, Satzbau, Sprachmelodie, Bildhaftigkeit und Sprachrhythmus bewusst poetischer Gestaltungsmittel bedient. Die wissenschaftliche Prosa (z. B. in der Philosophie) überschneidet sich bisweilen mit der literarischen Prosa.
In der Literaturwissenschaft ist umstritten, ob sich der Gegensatz Prosa-Versdichtung eignet, um ein Gattungssystem zu begründen, das dem Konzept der "Naturformen" Lyrik, Epik und Dramatik gleichwertig ist.
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'''Gyula Krúdy''' (* [[21. Oktober]] [[1878]] in [[Nyíregyháza]]; † [[12. Mai]] [[1933]] in [[Budapest]]) war ein [[Liste ungarischer Schriftsteller|ungarischer Schriftsteller]]. Er war der bedeutendste [[Prosa]]ist der modernen ungarischen Literatur.
'''Nyugat''' [{{IPA|ˈɲuɡɒt}}] (ungarisch „Westen“ bzw. „Abendland“) ist der Name einer 1908 gegründeten einflussreichen [[Zeitschrift]], nach der bisweilen eine ganze Epoche der [[Ungarische Literatur|ungarischen Literatur]] benannt wird (etwa von 1908 bis 1941). Einer ihrer bedeutendsten Mitarbeiter war [[Mihály Babits]].
Xiaoshuo (chin. Kleine Erzählung) bezeichnet eine Prosa-Literaturform der chinesischen Literatur. Diese Literaturform, die im allgemeinen von westlichen Literaturwisschenschaftlern "chinesische Novelle" genannt wird, ist aus der mündlichen Erzähltradition entstanden und hat im Gegensatz zur Poesie oder dem kunstvollem Essay im alten China kein hohes Ansehen genossen, da sie in verschriftlichter Umgangssprache und nicht in klassischem Chinesisch verfasst wurde.
Kostas Karyotakis ({{ELSneu|Κώστας Καρυωτάκης}}, * 30. Oktober 1896 in Tripolis; † 21. Juli 1928 in Preveza) war ein griechischer Dichter und Prosaist und gehört zu den umstrittensten Persönlichkeiten der neugriechischen Literaturgeschichte. Er prägte eine ganze Generation und löste das Phänomen des Karyotakismus aus, wurde jedoch von vielen Kritikern abgelehnt. Er ist heute einer der meistgelesenen neugriechischen Lyriker.
Wilhelm Räderscheidt (* 8. August 1865 in Köln; † 6. Juli 1926 ebenda) war ein deutscher Volks- und Mittelschullehrer, später Direktor der Kölner Handelsschule.
Hans Theodor Woldsen Storm (* 14. September 1817 in Husum; † 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen) war ein deutscher Schriftsteller, der sowohl als Lyriker als auch Autor von Novellen und Prosa des deutschen Realismus mit norddeutscher Prägung bedeutend war. Im bürgerlichen Beruf war Storm Jurist.
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