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Paradox (Datenbank)

(Weitergeleitet von Paradox (Programmiersprache))


Paradox ist eine Datenbankentwicklungsumgebung bzw. ein dateibasiertes Datenbankformat der Firma Borland bzw. Corel welches dBASE III, dBASE 3+ und dBASE IV sehr ähnlich, und seit den 1980er Jahren auf dem Markt ist. Die Sprache der Entwicklungsumgebung wird als Paradox Application Language (PAL) bzw. ObjectPAL (in den Windows-Versionen) bezeichnet. ObjectPAL ist die objektbasierte Variante von PAL (es wird hier bei Paradox korrekt zwischen objektbasiert und objektorientiert unterschieden). Paradox ist ein dateibasiertes Datenbankformat: Dies bedeutet, dass - im Gegensatz etwa zu Microsoft Access - hier eine Datenbank aus einem Verzeichnis "besteht", in dem Tabellen als Dateien abgelegt sind. Der Dateiname entspricht dabei dem Tabellennamen. Bei anderen Systemen wird die Datenbank in einer großen Datei verwaltet.

Das Paradox Datenbank-Format wird heute noch etwa in Delphi- oder C++Builder-Programmen verwendet, welche mit der Borland Database Engine (BDE) darauf zugreifen.

Das Produkt Paradox (für Windows) wurde nach Version 7 für Windows an Corel abgegeben (erste Version von Corel ist Corel Paradox 8).

Paradox für Windows 1.0 erschien Anfang der 1990er Jahre. Aus Marketinggründen wurde die Version 1.1 als Version 4.5 auf den Markt gebracht - da Paradox für DOS bei diesem Versionsstand war. Das Paradox-Tabellenformat wird daher bei Paradox für Windows 1.0 und 4.5 auch bis Level 4 unterstützt. Paradox für Windows 5.0 war dann die eigentliche zweite Generation (Paradox Table Level 5). Danach kam Paradox 7 in einer Version für Windows 16-Bit und Windows 32-Bit (Level Table 7 - der letzte Formatstand). Die letzte deutsche Version ist Paradox 9, die letzte englische Paradox 11. Diese Version wird auch mit einigen Versionen der aktuellen Office-Suite von Corel ausgeliefert.

Mitbewerber in dieser Kategorie Datenbankentwicklungssysteme ist etwa das bereits erwähnte Microsoft Access, wobei Paradox von Anfang an für Entwickler ausgelegt war (leistungsstarke Programmierfähigkeiten) während Access eher auf Endbenutzer (leichte Bedienbarkeit) getrimmt war. Ebenso beherrscht Paradox bzw. die DB-Engine sog. Record-Locking und ist daher besser für Mehrbenutzerbetrieb geeignet.

Paradox-Anwendungen werden in einen Zwischencode kompiliert. Zum Ablauf dieser Programme ist weiterhin ein Paradox-System oder eine Paradox-Runtime notwendig. Im Gegensatz zu etwa Access muss durch die Teilkompilierung der Quellcode nicht weitergegeben werden.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Paradox (Datenbank) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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