Morgenländisches Schisma
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Das Morgenländische Schisma (auch: Großes oder Griechisches Schisma) ist das Schisma zwischen den östlich-orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche.
Die Bezeichnung ist historisch betrachtet irreführend, weil sich nicht die östliche Seite abspaltete, sondern es zu einem Bruch zwischen der Westkirche und der östlichen Orthodoxie kam; als Konsequenz hieraus entstand ein bis zum II. Vaticanum anhaltendes gegenseitiges Anathema (Kirchenbann).
Oft wird als Datum für das Schisma 1054 angegeben, als Papst Leo IX. den Patriarchen von Konstantinopel exkommunizierte, aber tatsächlich handelte es sich um einen Prozess, der sich etwa vom 5. bis ins 15. Jahrhundert hinzog. Heute stimmen Historiker darin überein, dass Ostkirche und Westkirche sich aufgrund einer fortschreitenden Entfremdung trennten, die mit dem Wachstum der päpstlichen Autorität zusammenfiel. Entscheidend für die Trennung waren nicht theologische Differenzen, sondern kirchenpolitische Faktoren.
Weblinks
- Peter Neuner: Das Schisma von 1054 und seine Aufhebung 1965 – Impulse im „Dialog der Liebe“ (PDF-Datei)
- Die Legende vom Schisma zwischen Ost und West im Jahr 1054 (Ostkirchliches Institut Regensburg)
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