Moral
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Moral bezeichnet meist die faktischen Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder -prinzipien bestimmter Individuen, Gruppen oder Kulturen, sofern diese wiederkehren und sozial anerkannt und erwartet werden. So verstanden, sind die Ausdrücke Moral, Ethos oder Sitte weitgehend gleichbedeutend und werden beschreibend (deskriptiv) gebraucht. Daneben wird mit der Rede von "Moral" auch ein Bereich von praktischen Urteilen, Handlungen oder deren Prinzipien (Werte, Güter, Pflichten, Rechte) verbunden. So verstanden, wertet eine Unterscheidung von Moral und Unmoral. Eine solche Bewertung kann als bloßer Ausdruck subjektiver Zustimmung oder Ablehnung verstanden werden (vergleichbar zu Applaus oder Buhrufen), oder als Beurteilung von Handlungen, deren Maximen oder sonstige Prinzipien in moralischer Hinsicht, d.h. als moralisch gut oder moralisch schlecht. Letzteres entspricht einem metaethischen Realismus. Die theoretische Ausarbeitung unterschiedlicher methodischer Vorgehensweisen und Kriterien moralischer Urteile sind Gegenstand der philosophischen Disziplin der Ethik.
Weblinks
- Bernard Gert: „The Definition of Morality“ in der Stanford Encyclopedia of Philosophy (Englisch, inkl. Literaturangaben)
- Micha H. Werner: Moral. In: Marcus Düwell, Christoph Hübenthal, Jean-Pierre Wils (Hrsg.): Handbuch Ethik. 2. aktualisierte und erweiterte Auflage. Metzler, Stuttgart 2006, ISBN 978-3476021243, S. 239-248 (1. Auflage bei Metzler Stuttgart / Weimar 2002)..
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