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Modus tollendo ponens

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Der Modus tollendo ponens oder Disjunktive Syllogismus ist eine Schlussfigur der klassischen Aussagenlogik bzw. eine Schlussregel vieler logischer Kalküle, die es erlaubt, aus einem Satz der Form A oder B und einem Satz der Form Nicht A auf einen Satz der Form B zu schließen. Es wird also – inhaltlich gesprochen – aus dem Wissen, dass mindestens einer von zwei Sachverhalten bestehen muss, dass aber der erste der beiden nicht besteht, darauf geschlossen, dass der andere der beiden vorliegen muss.

Der lateinische Name Modus tollendo ponens, frei: „Schlussweise (modus), die durch das Zurückweisen [Verneinen] (tollendo) [einer Aussage] eine [andere] Aussage setzt [herleitet] (ponens)“, erklärt sich daraus, dass bei gegebener erster Prämisse, A ∨ B, durch das Verneinen (¬A) einer weiteren Aussage eine Aussage, B, „gesetzt“ (hergeleitet) wird.

Da ein Satz A ∨ B auch Disjunktion genannt wird, bezeichnet man den Modus tollendo ponens gelegentlich als „Disjunktiven Syllogismus“.




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'''Schlussregel''' (oder ''Inferenzregel'') bezeichnet in der [[Logik|formalen Logik]] eine Transformationsregel (Umformungsregel) in einem logischen [[Kalkül]], d. h. eine [[Regel]], die es erlaubt, bestehende Ausdrücke einer formalen Sprache so umzuformen, dass daraus neue Ausdrücke entstehen, die aus den bestehenden Ausdrücken ''folgen''. Die genaue Beschaffenheit der Schlussregeln hängt davon ab, für welches logische System der Kalkül aufgestellt wird. Für die klassische, zweiwertige Logik ist [[Schlussfolgerung|Folgerung]] definiert als der Erhalt von Wahrheit („aus Wahrem folgt nur Wahres“). Schlussregeln sind dann so beschaffen, dass sie aus bestehenden Sätzen solche Sätze erzeugen, die schon (aber nicht notwendigerweise nur) dann wahr sind, wenn die Ausgangssätze wahr sind.
Der '''Modus ponens''' ist eine schon in der antiken Logik geläufige Schlussfigur, die in vielen logischen Systemen (siehe [[Logik]], [[Kalkül]]) als [[Schlussregel]] verwendet wird.
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