LexiDict:Liste der Nobelpreisträger für Physik
Aus LexiDict
Der Nobelpreis für Physik wird seit 1901 jährlich vergeben und ist mit 10 Mio. Schwedischen Kronen (etwa 1,1 Mio. Euro) dotiert. Erhalten in einem Jahr mehrere Physiker die Auszeichnung, wird die Prämie gleichmäßig an die Preisträger verteilt. Die Auswahl der Laureaten unterliegt der Verantwortung der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Der Stifter des Preises, Alfred Nobel, verfügte 1895 in seinem Testament, in der die Vergabe der Auszeichnung geregelt wurde, der Nobelpreis für Physik solle demjenigen zuerkannt werden, „der auf dem Gebiete der Physik die wichtigste Entdeckung oder Erfindung gemacht hat“. Der Nobelpreis wird jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember vom schwedischen König überreicht.
Seit der ersten Nobelpreis-Verleihung wurden insgesamt 181 Physiker ausgezeichnet, darunter befanden sich 179 Männer (98,9 %) und zwei Frauen (1,1 %). Eine Übersicht über die Verteilung auf einzelne Nationen bietet der Abschnitt Rangliste nach Nationalitäten.
Liste der Preisträger
Die folgende Liste enthält eine chronologische Übersicht der Träger des Nobelpreises für Physik, ihre jeweiligen Nationalitäten und die Begründung des Auswahlkomitees. Eine alphabetische Übersicht der Preisträger bietet die Kategorie Nobelpreisträger für Physik.
1901 bis 1910 ·
1911 bis 1920 ·
1921 bis 1930 ·
1931 bis 1940 ·
1941 bis 1950 ·
1951 bis 1960
1961 bis 1970 ·
1971 bis 1980 ·
1981 bis 1990 ·
1991 bis 2000 ·
2001 bis 2010
1901–1910
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe |
|---|---|---|---|
| 1901 | Wilhelm Conrad Röntgen (1845–1923) | Deutsches Reich | „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen erworben hat“ |
| 1902 | Hendrik Antoon Lorentz (1853–1928) | Niederlande | „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den sie sich durch ihre Untersuchungen über den Einfluss des Magnetismus auf die Strahlungsphänomene erworben haben“ (Aufspaltung von Spektrallinien im Magnetfeld, Zeeman-Effekt) |
| Pieter Zeeman (1865–1943) | Niederlande | ||
| 1903 | Antoine Henri Becquerel (1852–1908) | Frankreich | „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der spontanen Radioaktivität erworben hat“ |
| Marie Curie (1867–1934) | Polen | „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den sie sich durch ihre gemeinsamen Arbeiten über die von H. Becquerel entdeckten Strahlungsphänomene erworben haben“ | |
| Pierre Curie (1859–1906) | Frankreich | ||
| 1904 | John William Strutt (1842–1919) | Vereinigtes Königreich | „für seine Untersuchungen über die Dichte der wichtigsten Gase und seine im Zusammenhang damit gemachten Entdeckung des Argons“ |
| 1905 | Philipp Lenard (1862–1947) | Deutsches Reich | „für seine Arbeiten über die Kathodenstrahlen“ |
| 1906 | Joseph John Thomson (1856–1940) | Vereinigtes Königreich | „als Anerkennung des großen Verdienstes, den er sich durch seine theoretischen und experimentellen Untersuchungen über den Durchgang der Elektrizität durch Gase erworben hat“ |
| 1907 | Albert Abraham Michelson (1851–1931) | Vereinigte Staaten | „für seine optischen Präzisionsinstrumente und seine damit ausgeführten spektroskopischen und metrologischen Untersuchungen“ (Michelson-Interferometer) |
| 1908 | Gabriel Lippmann (1845–1921) | Frankreich | „für seine auf dem Interferenzphänomen begründete Methode, Farben photographisch wiederzugeben“ |
| 1909 | Ferdinand Braun (1850–1918) | Deutsches Reich | „als Anerkennung ihrer Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegrafie“ |
| Guglielmo Marconi (1874–1934) | Italien | ||
| 1910 | Johannes Diderik van der Waals (1837–1923) | Niederlande | „für seine Arbeiten über die Zustandsgleichung der Gase und Flüssigkeiten“ (Van-der-Waals-Gleichung) |
1911–1920
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 1911 | Wilhelm Wien (1864–1928) | Deutsches Reich | „für seine Entdeckungen betreffend die Gesetze der Wärmestrahlung“ (Wiensches Verschiebungsgesetz) | |
| 1912 | Gustaf Dalén (1869–1937) | Schweden | „für seine Erfindung selbstwirkender Regulatoren, die in Kombination mit Gasakkumulatoren zur Beleuchtung von Leuchttürmen und Leuchttonnen verwendet werden“ | |
| 1913 | Heike Kamerlingh Onnes (1853–1926) | Niederlande | „aus Anlass seiner Untersuchungen über die Eigenschaften von Körpern bei niedrigen Temperaturen, die unter anderem zur Darstellung von flüssigem Helium führten“ | |
| 1914 | Max von Laue (1879–1960) | Deutsches Reich | „für seine Entdeckung der Beugung von Röntgenstrahlen beim Durchgang durch Kristalle“ | |
| 1915 | William Henry Bragg (1862–1940) | Vereinigtes Königreich | „für ihre Verdienste um die Erforschung der Kristallstrukturen mittels Röntgenstrahlen“ | |
| William Lawrence Bragg (1890–1971) | Vereinigtes Königreich | |||
| 1916 | nicht verliehen | |||
| 1917 | Charles Glover Barkla (1877–1944) (verliehen 1918) | Vereinigtes Königreich | „für seine Entdeckung der charakteristischen Röntgenstrahlung der Elemente“ | |
| 1918 | Max Planck (1858–1947) (verliehen 1919) | Deutsches Reich | „als Anerkennung des Verdienstes, den er sich durch seine Quantentheorie um die Entwicklung der Physik erworben hat“ (Theorie der Quantisierung) | |
| 1919 | Johannes Stark (1874–1957) | Deutsches Reich | „für seine Entdeckung des Dopplereffekts bei Kanalstrahlen und der Zerlegung der Spektrallinien im elektrischen Feld“ (Stark-Effekt) | |
| 1920 | Charles Édouard Guillaume (1861–1938) | Vorlage:SUI | „als Anerkennung des Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der Anomalien bei Nickelstahllegierungen und die Präzisionsmessungen in der Physik erworben hat“ |
1921–1930
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 1921 | Albert Einstein (1879–1955) (verkündet am 9. 11. 1922, verliehen am 10. 12. 1922) | Deutsches Reich / Vorlage:SUI | „für seine Verdienste um die theoretische Physik, besonders für seine Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts“ | |
| 1922 | Niels Bohr (1885–1962) | Dänemark | „für seine Verdienste um die Erforschung der Struktur der Atome und der von ihnen ausgehenden Strahlung“ | |
| 1923 | Robert Andrews Millikan (1868–1953) | Vereinigte Staaten | „für seine Arbeiten über die elektrische Elementarladung sowie den photoelektrischen Effekt“ (Millikan-Versuch) | |
| 1924 | Manne Siegbahn (1886–1978) (verliehen 1925) | Schweden | „für seine röntgenspektroskopischen Entdeckungen und Forschungen“ | |
| 1925 | James Franck (1882–1964) (verliehen 1926) | Deutsches Reich | „für ihre Entdeckung der Gesetze, die bei dem Zusammenstoß eines Elektrons mit einem Atom herrschen“ (Franck-Hertz-Versuch) | |
| Gustav Hertz (1887–1975) (verliehen 1926) | Deutsches Reich | |||
| 1926 | Jean-Baptiste Perrin (1870–1942) | Frankreich | „für seine Arbeiten über die diskontinuierliche Struktur der Materie, besonders für seine Entdeckung des Sedimentationsgleichgewichts“ | |
| 1927 | Arthur Holly Compton (1892–1962) | Vereinigte Staaten | „für die Entdeckung des nach ihm genannten Effekts“ (Compton-Effekt) | |
| Charles Thomson Rees Wilson (1869–1959) | Vereinigtes Königreich | „für die Entdeckung der Methode, durch Dampfkondensierung die Bahnen elektrisch geladener Partikel wahrnehmbar zu machen“ (Wilsonsche Nebelkammer) | ||
| 1928 | Owen Willans Richardson (1879–1959) (verliehen 1929) | Vereinigtes Königreich | „für seine Arbeiten über die Phänomene an Thermo-Ionen und besonders für die Entdeckung des nach ihm genannten Gesetzes“ (Richardson-Effekt) | |
| 1929 | Louis-Victor de Broglie (1892–1987) | Frankreich | „für die Entdeckung der Wellennatur der Elektronen“ (De-Broglie-Welle) | |
| 1930 | C. V. Raman (1888–1977) | „für seine Arbeiten über die Diffusion des Lichtes und die Entdeckung des nach ihm benannten Effekts“ (Raman-Streuung) |
1931–1940
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 1931 | nicht verliehen | |||
| 1932 | Werner Heisenberg (1901–1976) (verliehen 1933) | Deutsches Reich | „für die Begründung der Quantenmechanik, deren Anwendung zur Entdeckung der allotropen Formen des Wasserstoffs geführt haben“ | |
| 1933 | Erwin Schrödinger (1887–1961) | Österreich | „für die Entdeckung neuer produktiver Formen der Atomtheorie“ (Weiterentwicklung der Quantenmechanik) | |
| Paul Dirac (1902–1984) | Vereinigtes Königreich | |||
| 1934 | nicht verliehen | |||
| 1935 | James Chadwick (1891–1974) | Vereinigtes Königreich | „für die Entdeckung des Neutrons“ | |
| 1936 | Victor Franz Hess (1883–1964) | Österreich | „für die Entdeckung der kosmischen Strahlung“ | |
| Carl David Anderson (1905–1991) | Vereinigte Staaten | „für die Entdeckung des Positrons“ | ||
| 1937 | Clinton Davisson (1881–1958) | Vereinigte Staaten | „für ihre experimentelle Entdeckung der Beugung von Elektronen durch Kristalle“ | |
| George Paget Thomson (1892–1975) | Vereinigtes Königreich | |||
| 1938 | Enrico Fermi (1901–1954) | Italien | „für die Bestimmung von neuen, durch Neutronenbeschuss erzeugten radioaktiven Elementen und die in Verbindung mit diesen Arbeiten durchgeführte Entdeckung der durch langsame Neutronen ausgelösten Kernreaktionen“ | |
| 1939 | Ernest Lawrence (1901–1958) | Vereinigte Staaten | „für die Erfindung und Entwicklung des Zyklotrons und die dadurch erzielten Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf künstliche radioaktive Elemente“ | |
| 1940 | nicht verliehen |
1941–1950
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 1941 | nicht verliehen | |||
| 1942 | nicht verliehen | |||
| 1943 | Otto Stern (1888–1969) (verliehen 1944) | Vereinigte Staaten | „für seine Beiträge zur Entwicklung der Molekularstrahlmethode und die Entdeckung des magnetischen Moments des Protons“ | |
| 1944 | Isidor Isaac Rabi (1898–1988) | Vereinigte Staaten | „für die von ihm zur Aufzeichnung der magnetischen Eigenschaften von Atomkernen entdeckte Resonanzmethode“ | |
| 1945 | Wolfgang Pauli (1900–1958) | Österreich | „für die Entdeckung des als Pauli-Prinzip bezeichneten Ausschlussprinzips“ | |
| 1946 | Percy Williams Bridgman (1882–1961) | Vereinigte Staaten | „für die Erfindung eines Apparates zur Erzeugung von extrem hohen Druck und für seine Entdeckungen, die er mit diesem auf dem Gebiet der Hochdruckphysik machte“ | |
| 1947 | Edward Victor Appleton (1892–1965) | Vereinigtes Königreich | „für seine Forschungen auf dem Gebiet der Physik der oberen Schichten der Atmosphäre, insbesondere für die Entdeckung der nach ihm benannten ionisierten Schicht“ | |
| 1948 | Patrick Maynard Stuart Blackett (1897–1947) | Vereinigtes Königreich | „für die Weiterentwicklung der Anwendung der Wilsonschen Nebelkammer und seine damit gemachten Entdeckungen auf dem Gebiete der Kernphysik und der kosmischen Strahlung“ | |
| 1949 | Hideki Yukawa (1907–1981) | Japan | „für seine auf der Theorie der Kernkräfte beruhende Vorhersage der Existenz der Mesonen“ | |
| 1950 | Cecil Powell (1903–1969) | Vereinigtes Königreich | „für die Entwicklung der photographischen Methode zur Untersuchung der Kernvorgänge und die damit verbundene Entdeckung der Mesonen“ |
1951–1960
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 1951 | John Cockcroft (1897–1967) | Vereinigtes Königreich | „für ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Atomkernumwandlung durch künstlich beschleunigte atomare Partikel“ | |
| Ernest Walton (1903–1995) | Irland | |||
| 1952 | Felix Bloch (1905–1983) | Vereinigte Staaten | „für ihre Entwicklung verfeinerter und vereinfachter Methoden zur Messung magnetischer Kraftfelder im Atomkern“ | |
| Edward Mills Purcell (1912–1997) | Vereinigte Staaten | |||
| 1953 | Frits Zernike (1888–1966) | Niederlande | „für die von ihm angegebene Phasenkontrastmethode, im besonderen für seine Erfindung des Phasenkontrastmikroskops“ | |
| 1954 | Max Born (1882–1970) | Deutschland | „für seine grundlegenden Forschungen in der Quantenmechanik, besonders für seine statistische Interpretation der Wellenfunktion“ | |
| Walther Bothe (1891–1957) | Deutschland | „für seine Koinzidenzmethode und seine mit deren Hilfe gemachten Entdeckungen“ | ||
| 1955 | Willis E. Lamb (1913–2008) | Vereinigte Staaten | „für seine Entdeckungen über die Feinstruktur des Wasserstoffspektrums“ (Lamb-Verschiebung) | |
| Polykarp Kusch (1911–1993) | Vereinigte Staaten | „für seine genaue Bestimmung des magnetischen Moments im Elektron“ | ||
| 1956 | William B. Shockley (1910–1989) | Vereinigte Staaten | „für ihre Untersuchungen über Halbleiter und ihre Entdeckung des Transistoreffekts“ | |
| John Bardeen (1908–1991) | Vereinigte Staaten | |||
| Walter H. Brattain (1902–1987) | Vereinigte Staaten | |||
| 1957 | Chen Ning Yang (* 1922) | China | „für ihre grundlegenden Forschungen über die Gesetze der sogenannten Parität, die zu wichtigen Entdeckungen über die Elementarteilchen führten“ | |
| Tsung-Dao Lee (* 1926) | China | |||
| 1958 | Pawel Tscherenkow (1904–1990) | Sowjetunion | „für die Entdeckung und Interpretation des Tscherenkow-Effekts“ | |
| Ilja Frank (1908–1990) | Sowjetunion | |||
| Igor Tamm (1895–1971) | Sowjetunion | |||
| 1959 | Emilio Segrè (1905–1989) | Vereinigte Staaten | „für ihre Entdeckung des Antiprotons“ | |
| Owen Chamberlain (1920–2006) | Vereinigte Staaten | |||
| 1960 | Donald A. Glaser (* 1926) | Vereinigte Staaten | „für die Erfindung der Blasenkammer“ |
1961–1970
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 1961 | Robert Hofstadter (1915–1990) | Vereinigte Staaten | „für seine bahnbrechenden Studien über elektrische Schwingungen im Atomkern und für die dabei erzielten Entdeckungen über die Struktur der Nukleonen“ | |
| Rudolf Mößbauer (* 1929) | Deutschland | „für seine Forschungen über die Resonanzabsorption der Gammastrahlung und seine damit verbundene Entdeckung, die den Namen Mößbauer-Effekt trägt“ | ||
| 1962 | Lew Landau (1908–1968) | Sowjetunion | „für seine bahnbrechenden Theorien über kondensierte Materie, besonders das flüssige Helium“ (Suprafluidität) | |
| 1963 | Eugene Paul Wigner (1902–1995) | Vereinigte Staaten | „für seine Beiträge zur Theorie des Atomkerns und der Elementarteilchen, besonders durch die Entdeckung und Anwendung fundamentaler Symmetrie-Prinzipien“ | |
| Maria Goeppert-Mayer (1906–1972) | Vereinigte Staaten | „für ihre Entdeckung der nuklearen Schalenstruktur“ | ||
| J. Hans D. Jensen (1907–1973) | Deutschland | |||
| 1964 | Charles H. Townes (* 1915) | Vereinigte Staaten | „für grundlegende Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenelektronik, die zur Konstruktion von Oszillatoren und Verstärkern auf der Basis des Maser-Laser-Prinzips führten“ | |
| Nikolai Bassow (1922–2001) | Sowjetunion | |||
| Alexander Prochorow (1916–2002) | Sowjetunion | |||
| 1965 | Richard Feynman (1918–1988) | Vereinigte Staaten | „für ihre fundamentale Leistung in der Quantenelektrodynamik, mit tiefgehenden Konsequenzen für die Elementarteilchenphysik“ | |
| Julian Seymour Schwinger (1918–1994) | Vereinigte Staaten | |||
| Shin’ichirō Tomonaga (1906–1979) | Japan | |||
| 1966 | Alfred Kastler (1902–1984) | Frankreich | „für die Entdeckung und Entwicklung der optischen Methoden beim Studium der Hertz-Resonanzen in Atomen“ | |
| 1967 | Hans Bethe (1906–2005) | Vereinigte Staaten | „für seinen Beitrag zur Theorie der Kernreaktionen, insbesondere seine Entdeckungen über die Energieerzeugung in den Sternen“ | |
| 1968 | Luis Walter Alvarez (1911–1988) | Vereinigte Staaten | „für seinen entscheidenden Beitrag zur Elementarteilchenphysik, insbesondere seine Entdeckung einer großen Anzahl von Resonanzzuständen, ermöglicht durch seine Entwicklung von Techniken mit der Wasserstoffblasenkammer und Datenanalyse“ | |
| 1969 | Murray Gell-Mann (* 1929) | Vereinigte Staaten | „für seine Beiträge und Entdeckungen betreffend der Klassifizierung der Elementarteilchen und deren Wechselwirkungen“ | |
| 1970 | Hannes Alfvén (1908–1995) | Schweden | „für seine grundlegenden Leistungen und Entdeckungen in der Magnetohydrodynamik mit fruchtbaren Anwendungen in verschiedenen Teilen der Plasmaphysik“ | |
| Louis Néel (1904–2000) | Frankreich | „für seine grundlegenden Leistungen und Entdeckungen betreffend des Antiferromagnetismus und des Ferromagnetismus, die zu wichtigen Erkenntnissen in der Festkörperphysik geführt haben“ |
1971–1980
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 1971 | Dennis Gábor (1900–1979) | Vereinigtes Königreich | „für seine Erfindung und Entwicklung der holografischen Methode“ | |
| 1972 | John Bardeen (1908–1991) | Vereinigte Staaten | „für ihre gemeinsam entwickelte Theorie des Supraleitungsphänomens, auch BCS-Theorie (Bardeen-Cooper-Schrieffer Theorie) genannt“ | |
| Leon Neil Cooper (* 1930) | Vereinigte Staaten | |||
| John Robert Schrieffer (* 1931) | Vereinigte Staaten | |||
| 1973 | Leo Esaki (* 1925) | Japan | „für ihre experimentellen Entdeckungen betreffend das Tunnel-Phänomen in Halb- bzw. Supraleitern“ | |
| Ivar Giaever (* 1929) | Vereinigte Staaten | |||
| Brian D. Josephson (* 1940) | Vereinigtes Königreich | „für seine theoretische Vorhersage von Eigenschaften bei einer Supraströmung durch eine Tunnel-Barriere, insbesondere jene Phänomene, die allgemein als Josephson-Effekt bekannt sind“ | ||
| 1974 | Martin Ryle (1918–1984) | Vereinigtes Königreich | „für ihre bahnbrechenden Arbeiten in der Radioastronomie: Ryle für seine Beobachtungen und Erfindungen, besonders in der Öffnung technischer Synthesen und Hewish für seine entscheidende Rolle in der Entdeckung der Pulsare“ | |
| Antony Hewish (* 1924) | Vereinigtes Königreich | |||
| 1975 | Aage Niels Bohr (* 1922) | Dänemark | „für die Entdeckung der Verbindung zwischen kollektiver und Teilchen-Bewegung in Atomkernen und die Entwicklung der Theorie von der Struktur der Atomkerne basierend auf dieser Verbindung“ | |
| Ben Mottelson (* 1938) | Dänemark | |||
| James Rainwater (1917–1986) | Vereinigte Staaten | |||
| 1976 | Burton Richter (* 1931) | Vereinigte Staaten | „für ihre führenden Leistungen bei der Entdeckung eines schweren Elementarteilchens neuer Art“ | |
| Samuel Chao Chung Ting (* 1936) | Vereinigte Staaten | |||
| 1977 | Philip W. Anderson (* 1923) | Vereinigte Staaten | „für die grundlegenden theoretischen Leistungen zur Elektronenstruktur in magnetischen und ungeordneten Systemen“ | |
| Nevill Francis Mott (1905–1996) | Vereinigtes Königreich | |||
| John H. van Vleck (1899–1980) | Vereinigte Staaten | |||
| 1978 | Pjotr Kapiza (1894–1980) | Sowjetunion | „für seine grundlegenden Erfindungen und Entdeckungen in der Tieftemperaturphysik“ | |
| Arno Penzias (* 1933) | Vereinigte Staaten | „für die Entdeckung der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung“ | ||
| Robert Woodrow Wilson (* 1936) | Vereinigte Staaten | |||
| 1979 | Sheldon Lee Glashow (* 1932) | Vereinigte Staaten | „für ihre Mitwirkung an der Theorie der Vereinigung schwacher und elektromagnetischer Wechselwirkung zwischen Elementarteilchen, einschließlich u.a. die Voraussage von schwacher nuklearer Strömung“ (Elektroschwache Wechselwirkung) | |
| Abdus Salam (1926–1996) | Pakistan | |||
| Steven Weinberg (* 1933) | Vereinigte Staaten | |||
| 1980 | James Cronin (* 1931) | Vereinigte Staaten | „für die Entdeckung von Verletzungen fundamentaler Symmetrieprinzipien im Zerfall von neutralen K-Mesonen“ | |
| Val Fitch (* 1923) | Vereinigte Staaten |
1981–1990
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 1981 | Nicolaas Bloembergen (* 1920) | Vereinigte Staaten | „für ihren Beitrag zur Entwicklung der Laserspektroskopie“ | |
| Arthur L. Schawlow (1921–1999) | Vereinigte Staaten | |||
| Kai Siegbahn (1918–2007) | Schweden | „für seinen Beitrag zur Entwicklung der hochauflösenden Elektronenspektroskopie“ | ||
| 1982 | Kenneth Wilson (* 1936) | Vereinigte Staaten | „für seine Theorie über kritische Phänomene bei Phasenumwandlungen“ | |
| 1983 | Subrahmanyan Chandrasekhar (1910–1995) | Vereinigte Staaten | „für seine theoretischen Studien der physikalischen Prozesse, die für die Struktur und Entwicklung der Sterne von Bedeutung sind“ | |
| William Alfred Fowler (1911–1995) | Vereinigte Staaten | „für theoretische und experimentelle Studien der Kernreaktionen, die für die Bildung der chemischen Elemente im Weltall von Bedeutung sind“ | ||
| 1984 | Carlo Rubbia (* 1934) | Italien | „für ihre entscheidenden Einsätze bei dem großen Projekt, das zur Entdeckung der Feldpartikel W und Z, Vermittler schwacher Wechselwirkung, geführt hat“ | |
| Simon van der Meer (* 1925) | Niederlande | |||
| 1985 | Klaus von Klitzing (* 1943) | Deutschland | „für die Entdeckung des so genannten quantisierten Hall-Effekts“ | |
| 1986 | Ernst Ruska (1906–1988) | Deutschland | „für sein fundamentales Werk in der Elektronenoptik und für die Konstruktion des ersten Elektronenmikroskops“ | |
| Gerd Binnig (* 1947) | Deutschland | „für ihre Konstruktion des Rastertunnelmikroskops“ | ||
| Heinrich Rohrer (* 1933) | Vorlage:SUI | |||
| 1987 | Johannes Georg Bednorz (* 1950) | Deutschland | „für ihre bahnbrechende Entdeckung von Supraleitung in keramischen Materialien“ | |
| Karl Alexander Müller (* 1927) | Vorlage:SUI | |||
| 1988 | Leon Max Lederman (* 1922) | Vereinigte Staaten | „für ihre grundlegenden Experimente über Neutrinos - schwach wechselwirkende Elementarteilchen mit verschwindender oder sehr kleiner Ruhemasse“ | |
| Melvin Schwartz (1932–2006) | Vereinigte Staaten | |||
| Jack Steinberger (* 1921) | Vereinigte Staaten | |||
| 1989 | Wolfgang Paul (1913–1993) | Deutschland | „für seine Entwicklung der Paul-Falle, eines elektrischen Vierpolfeldes zum Einschluss und zur Untersuchung weniger Ionen oder Elektronen über genügend lange Zeit“ | |
| Hans Georg Dehmelt (* 1922) | Vereinigte Staaten | „für die Entwicklung der Penning-Falle zum Einschluss von Ionen oder Elektronen, um deren Eigenschaften mit großer Genauigkeit zu erforschen“ | ||
| Norman Ramsey (* 1915) | Vereinigte Staaten | „für seine Ausarbeitung einer verbesserten Messtechnik bei atomaren Energie-Übergängen, mit der präzise Zeit- und Frequenzmessungen möglich wurden“ (Atomuhr) | ||
| 1990 | Jerome I. Friedman (* 1930) | Vereinigte Staaten | „für ihre Experimente zum Nachweis der Quarks, elementarer Teilchen mit drittelzahliger Ladung“ | |
| Henry W. Kendall (1926–1999) | Vereinigte Staaten | |||
| Richard E. Taylor (* 1929) | Kanada |
1991–2000
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 1991 | Pierre-Gilles de Gennes (1932–2007) | Frankreich | „für seine Arbeiten über Ordnungsprozesse in Flüssigkristallen und Polymerlösungen, vor allem die erfolgreiche Anwendung mathematischer Modelle beim Übergang vom geordneten zum ungeordneten Zustand in Physik und Chemie“ | |
| 1992 | Georges Charpak (* 1924) | Frankreich | „für seine grundlegenden Arbeiten an Detektoren für die Teilchenphysik, insbesondere für die Konstruktion der ersten Vieldraht-Proportionalkammern (1968)“ | |
| 1993 | Russell Hulse (* 1950) | Vereinigte Staaten | „für ihre Entdeckung eines Pulsars in einem Doppelsternsystem“ | |
| Joseph Hooton Taylor Jr. (* 1941) | Vereinigte Staaten | |||
| 1994 | Bertram Brockhouse (1918–2003) | Kanada | „für ihre Entwicklung von Techniken zur Streuung der ungeladenen Kernteilchen“ | |
| Clifford Shull (1915–2001) | Vereinigte Staaten | |||
| 1995 | Martin L. Perl (* 1927) | Vereinigte Staaten | „für seine Entdeckung eines massereichen subatomaren Elementarteilchens mit negativer Ladung“ (Tau-Lepton) | |
| Frederick Reines (1918–1998) | Vereinigte Staaten | „für seine Entdeckung eines ungeladenen subatomaren Elementarteilchens“ (Neutrino) | ||
| 1996 | David M. Lee (* 1931) | Vereinigte Staaten | „für ihre Entdeckung der Suprafluidität in Helium-3 bei sehr tiefen Temperaturen (um den absoluten Nullpunkt)“ | |
| Douglas D. Osheroff (* 1945) | Vereinigte Staaten | |||
| Robert C. Richardson (* 1937) | Vereinigte Staaten | |||
| 1997 | Steven Chu (* 1948) | Vereinigte Staaten | „für ihre Entwicklung von Methoden zum Kühlen und Einfangen von Atomen mit Hilfe von Laserlicht“ | |
| Claude Cohen-Tannoudji (* 1933) | Frankreich | |||
| William D. Phillips (* 1948) | Vereinigte Staaten | |||
| 1998 | Robert B. Laughlin (* 1950) | Vereinigte Staaten | „für ihre Entdeckung einer neuen Art von Quantenflüssigkeit mit fraktionell geladenen Anregungen“ | |
| Horst Ludwig Störmer (* 1949) | Deutschland | |||
| Daniel Chee Tsui (* 1939) | Vereinigte Staaten | |||
| 1999 | Gerardus ’t Hooft (* 1946) | Niederlande | „für ihre entscheidenden, die Quantenstruktur betreffenden Beiträge zur Theorie der elektroschwachen Wechselwirkung in der Physik“ | |
| Martinus J. G. Veltman (* 1931) | Niederlande | |||
| 2000 | Schores Alfjorow (* 1930) | Russland | „für die Entwicklung von Halbleiterheterostrukturen für Hochgeschwindigkeits- und Optoelektronik“ | |
| Herbert Kroemer (* 1928) | Deutschland | |||
| Jack Kilby (1923–2005) | Vereinigte Staaten | „für die Beiträge zur Erfindung von integrierten Schaltkreisen“ |
2001–2010
| Jahr | Person | Nationalität | Begründung für die Preisvergabe | |
|---|---|---|---|---|
| 2001 | Eric A. Cornell (* 1961) | Vereinigte Staaten | „für die Erzeugung der Bose-Einstein-Kondensation in verdünnten Gasen aus Alkaliatomen, und für frühe grundsätzliche Studien über die Eigenschaften der Kondensate“ | |
| Wolfgang Ketterle (* 1957) | Deutschland | |||
| Carl E. Wieman (* 1951) | Vereinigte Staaten | |||
| 2002 | Raymond Davis junior (1914–2006) | Vereinigte Staaten | „für bahnbrechende Arbeiten in der Astrophysik, insbesondere für den Nachweis kosmischer Neutrinos“ | |
| Masatoshi Koshiba (* 1926) | Japan | |||
| Riccardo Giacconi (* 1931) | Vereinigte Staaten | „für bahnbrechende Arbeiten in der Astrophysik, die zur Entdeckung von kosmischen Röntgenquellen geführt haben“ | ||
| 2003 | Alexei Abrikossow (* 1928) | Russland | „für bahnbrechende Arbeiten in der Theorie über Supraleiter und Supraflüssigkeiten“ | |
| Witali Ginsburg (* 1916) | Russland | |||
| Anthony James Leggett (* 1938) | Vereinigtes Königreich | |||
| 2004 | David Gross (* 1941) | Vereinigte Staaten | „für die Entdeckung der asymptotischen Freiheit in der Theorie der Starken Wechselwirkung“ | |
| David Politzer (* 1949) | Vereinigte Staaten | |||
| Frank Wilczek (* 1951) | Vereinigte Staaten | |||
| 2005 | Roy J. Glauber (* 1925) | Vereinigte Staaten | „für Beiträge zur Quantentheorie der optischen Kohärenz“ | |
| Theodor Hänsch (* 1941) | Deutschland | „für Beiträge zur Entwicklung der laserbasierten Präzisionsspektrographie, einschließlich der Technik des optischen Frequenzkamms“ | ||
| John Lewis Hall (* 1934) | Vereinigte Staaten | |||
| 2006 | John C. Mather (* 1946) | Vereinigte Staaten | „für die Untersuchung der kosmischen Hintergrundstrahlung“ | |
| George F. Smoot (* 1945) | Vereinigte Staaten | |||
| 2007 | Albert Fert (* 1938) | Frankreich | „für die Entdeckung des Riesenmagnetwiderstands (GMR)“ | |
| Peter Grünberg (* 1939) | Deutschland | |||
| 2008 | Yōichirō Nambu (* 1921) | Vereinigte Staaten | „für die Entdeckung des Mechanismus der spontanen Symmetriebrechung in der Elementarteilchenphysik“ | |
| Makoto Kobayashi (* 1944) | Japan | „für die Entdeckung des Ursprungs der gebrochenen Symmetrie, welches die Existenz von mindestens drei Quarkfamilien voraussagt“ | ||
| Toshihide Masukawa (* 1940) | Japan |
1901 bis 1910 ·
1911 bis 1920 ·
1921 bis 1930 ·
1931 bis 1940 ·
1941 bis 1950 ·
1951 bis 1960
1961 bis 1970 ·
1971 bis 1980 ·
1981 bis 1990 ·
1991 bis 2000 ·
2001 bis 2010
Rangliste nach Nationalitäten
Wurden in einem Jahr mehrere Personen gleicher Nationalität ausgezeichnet, so wird für deren Herkunftsland nur ein Nobelpreis für das betreffende Jahr gezählt.
| Nation | Anzahl der Verleihungen |
|---|---|
| Vereinigte Staaten | 48 |
| Deutschland | 22 |
| Vereinigtes Königreich | 18 |
| Frankreich | 10 |
| Russland und Sowjetunion | 6 |
| Japan | 5 |
| Niederlande | 5 |
| Schweden | 4 |
| Vorlage:SUI | 4 |
| Österreich | 3 |
| Italien | 3 |
| Kanada | 2 |
| Dänemark | 2 |
| China | 1 |
| Indien | 1 |
| Irland | 1 |
| Pakistan | 1 |
| Polen | 1 |
Weblinks
Frieden (Träger) | Physik (Träger) | Chemie (Träger) | Physiologie/Medizin (Träger) | Literatur (Träger) | Wirtschaft (Träger)
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel LexiDict:Liste der Nobelpreisträger für Physik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.












