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LexiDict:Liste der Nobelpreisträger für Physik

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Der Nobelpreis für Physik wird seit 1901 jährlich vergeben und ist mit 10 Mio. Schwedischen Kronen (etwa 1,1 Mio. Euro) dotiert. Erhalten in einem Jahr mehrere Physiker die Auszeichnung, wird die Prämie gleichmäßig an die Preisträger verteilt. Die Auswahl der Laureaten unterliegt der Verantwortung der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Der Stifter des Preises, Alfred Nobel, verfügte 1895 in seinem Testament, in der die Vergabe der Auszeichnung geregelt wurde, der Nobelpreis für Physik solle demjenigen zuerkannt werden, „der auf dem Gebiete der Physik die wichtigste Entdeckung oder Erfindung gemacht hat“. Der Nobelpreis wird jedes Jahr am Todestag Alfred Nobels, dem 10. Dezember vom schwedischen König überreicht.

Seit der ersten Nobelpreis-Verleihung wurden insgesamt 181 Physiker ausgezeichnet, darunter befanden sich 179 Männer (98,9 %) und zwei Frauen (1,1 %). Eine Übersicht über die Verteilung auf einzelne Nationen bietet der Abschnitt Rangliste nach Nationalitäten.

Liste der Preisträger

Die folgende Liste enthält eine chronologische Übersicht der Träger des Nobelpreises für Physik, ihre jeweiligen Nationalitäten und die Begründung des Auswahlkomitees. Eine alphabetische Übersicht der Preisträger bietet die Kategorie Nobelpreisträger für Physik.


1901 bis 1910 · 1911 bis 1920 · 1921 bis 1930 · 1931 bis 1940 · 1941 bis 1950 · 1951 bis 1960
1961 bis 1970 · 1971 bis 1980 · 1981 bis 1990 · 1991 bis 2000 · 2001 bis 2010


1901–1910

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1901 Wilhelm Conrad Röntgen
(1845–1923)
Deutsches Reich „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen erworben hat“
1902 Hendrik Antoon Lorentz
(1853–1928)
 Niederlande „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den sie sich durch ihre Untersuchungen über den Einfluss des Magnetismus auf die Strahlungsphänomene erworben haben“ (Aufspaltung von Spektrallinien im Magnetfeld, Zeeman-Effekt)
Pieter Zeeman
(1865–1943)
 Niederlande
1903 Antoine Henri Becquerel
(1852–1908)
 Frankreich „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der spontanen Radioaktivität erworben hat“
Marie Curie
(1867–1934)
 Polen „als Anerkennung des außerordentlichen Verdienstes, den sie sich durch ihre gemeinsamen Arbeiten über die von H. Becquerel entdeckten Strahlungsphänomene erworben haben“
Pierre Curie
(1859–1906)
 Frankreich
1904 John William Strutt
(1842–1919)
 Vereinigtes Königreich „für seine Untersuchungen über die Dichte der wichtigsten Gase und seine im Zusammenhang damit gemachten Entdeckung des Argons
1905 Philipp Lenard
(1862–1947)
Deutsches Reich „für seine Arbeiten über die Kathodenstrahlen
1906 Joseph John Thomson
(1856–1940)
 Vereinigtes Königreich „als Anerkennung des großen Verdienstes, den er sich durch seine theoretischen und experimentellen Untersuchungen über den Durchgang der Elektrizität durch Gase erworben hat“
1907 Albert Abraham Michelson
(1851–1931)
Vereinigte Staaten „für seine optischen Präzisionsinstrumente und seine damit ausgeführten spektroskopischen und metrologischen Untersuchungen“ (Michelson-Interferometer)
1908 Gabriel Lippmann
(1845–1921)
 Frankreich „für seine auf dem Interferenzphänomen begründete Methode, Farben photographisch wiederzugeben“
1909 Ferdinand Braun
(1850–1918)
Deutsches Reich „als Anerkennung ihrer Verdienste um die Entwicklung der drahtlosen Telegrafie
Guglielmo Marconi
(1874–1934)
Italien
1910 Johannes Diderik van der Waals
(1837–1923)
 Niederlande „für seine Arbeiten über die Zustandsgleichung der Gase und Flüssigkeiten“ (Van-der-Waals-Gleichung)

1911–1920

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1911 Wilhelm Wien
(1864–1928)
Deutsches Reich „für seine Entdeckungen betreffend die Gesetze der Wärmestrahlung“ (Wiensches Verschiebungsgesetz)
1912 Gustaf Dalén
(1869–1937)
 Schweden „für seine Erfindung selbstwirkender Regulatoren, die in Kombination mit Gasakkumulatoren zur Beleuchtung von Leuchttürmen und Leuchttonnen verwendet werden“
1913 Heike Kamerlingh Onnes
(1853–1926)
 Niederlande „aus Anlass seiner Untersuchungen über die Eigenschaften von Körpern bei niedrigen Temperaturen, die unter anderem zur Darstellung von flüssigem Helium führten“
1914 Max von Laue
(1879–1960)
Deutsches Reich „für seine Entdeckung der Beugung von Röntgenstrahlen beim Durchgang durch Kristalle
1915 William Henry Bragg
(1862–1940)
 Vereinigtes Königreich „für ihre Verdienste um die Erforschung der Kristallstrukturen mittels Röntgenstrahlen“
William Lawrence Bragg
(1890–1971)
 Vereinigtes Königreich
1916 nicht verliehen
1917 Charles Glover Barkla
(1877–1944)
(verliehen 1918)
 Vereinigtes Königreich „für seine Entdeckung der charakteristischen Röntgenstrahlung der Elemente
1918 Max Planck
(1858–1947)
(verliehen 1919)
Deutsches Reich „als Anerkennung des Verdienstes, den er sich durch seine Quantentheorie um die Entwicklung der Physik erworben hat“ (Theorie der Quantisierung)
1919 Johannes Stark
(1874–1957)
 Deutsches Reich „für seine Entdeckung des Dopplereffekts bei Kanalstrahlen und der Zerlegung der Spektrallinien im elektrischen Feld“ (Stark-Effekt)
1920 Charles Édouard Guillaume
(1861–1938)
Vorlage:SUI „als Anerkennung des Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der Anomalien bei Nickelstahllegierungen und die Präzisionsmessungen in der Physik erworben hat“

1921–1930

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1921 Albert Einstein
(1879–1955)
(verkündet am 9. 11. 1922,
verliehen am 10. 12. 1922)
 Deutsches Reich /
Vorlage:SUI
„für seine Verdienste um die theoretische Physik, besonders für seine Entdeckung des Gesetzes des photoelektrischen Effekts
1922 Niels Bohr
(1885–1962)
 Dänemark „für seine Verdienste um die Erforschung der Struktur der Atome und der von ihnen ausgehenden Strahlung“
1923 Robert Andrews Millikan
(1868–1953)
Vereinigte Staaten „für seine Arbeiten über die elektrische Elementarladung sowie den photoelektrischen Effekt“ (Millikan-Versuch)
1924 Manne Siegbahn
(1886–1978)
(verliehen 1925)
 Schweden „für seine röntgenspektroskopischen Entdeckungen und Forschungen“
1925 James Franck
(1882–1964)
(verliehen 1926)
 Deutsches Reich „für ihre Entdeckung der Gesetze, die bei dem Zusammenstoß eines Elektrons mit einem Atom herrschen“ (Franck-Hertz-Versuch)
Gustav Hertz
(1887–1975)
(verliehen 1926)
 Deutsches Reich
1926 Jean-Baptiste Perrin
(1870–1942)
 Frankreich „für seine Arbeiten über die diskontinuierliche Struktur der Materie, besonders für seine Entdeckung des Sedimentationsgleichgewichts“
1927 Arthur Holly Compton
(1892–1962)
Vereinigte Staaten „für die Entdeckung des nach ihm genannten Effekts“ (Compton-Effekt)
Charles Thomson Rees Wilson
(1869–1959)
 Vereinigtes Königreich „für die Entdeckung der Methode, durch Dampfkondensierung die Bahnen elektrisch geladener Partikel wahrnehmbar zu machen“ (Wilsonsche Nebelkammer)
1928 Owen Willans Richardson
(1879–1959)
(verliehen 1929)
 Vereinigtes Königreich „für seine Arbeiten über die Phänomene an Thermo-Ionen und besonders für die Entdeckung des nach ihm genannten Gesetzes“ (Richardson-Effekt)
1929 Louis-Victor de Broglie
(1892–1987)
 Frankreich „für die Entdeckung der Wellennatur der Elektronen“ (De-Broglie-Welle)
1930 C. V. Raman
(1888–1977)
„für seine Arbeiten über die Diffusion des Lichtes und die Entdeckung des nach ihm benannten Effekts“ (Raman-Streuung)

1931–1940

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1931 nicht verliehen
1932 Werner Heisenberg
(1901–1976)
(verliehen 1933)
 Deutsches Reich „für die Begründung der Quantenmechanik, deren Anwendung zur Entdeckung der allotropen Formen des Wasserstoffs geführt haben“
1933 Erwin Schrödinger
(1887–1961)
 Österreich „für die Entdeckung neuer produktiver Formen der Atomtheorie“ (Weiterentwicklung der Quantenmechanik)
Paul Dirac
(1902–1984)
 Vereinigtes Königreich
1934 nicht verliehen
1935 James Chadwick
(1891–1974)
 Vereinigtes Königreich „für die Entdeckung des Neutrons
1936 Victor Franz Hess
(1883–1964)
 Österreich „für die Entdeckung der kosmischen Strahlung
Carl David Anderson
(1905–1991)
Vereinigte Staaten „für die Entdeckung des Positrons
1937 Clinton Davisson
(1881–1958)
Vereinigte Staaten „für ihre experimentelle Entdeckung der Beugung von Elektronen durch Kristalle“
George Paget Thomson
(1892–1975)
 Vereinigtes Königreich
1938 Enrico Fermi
(1901–1954)
Italien „für die Bestimmung von neuen, durch Neutronenbeschuss erzeugten radioaktiven Elementen und die in Verbindung mit diesen Arbeiten durchgeführte Entdeckung der durch langsame Neutronen ausgelösten Kernreaktionen
1939 Ernest Lawrence
(1901–1958)
Vereinigte Staaten „für die Erfindung und Entwicklung des Zyklotrons und die dadurch erzielten Ergebnisse, insbesondere im Hinblick auf künstliche radioaktive Elemente“
1940 nicht verliehen

1941–1950

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1941 nicht verliehen
1942 nicht verliehen
1943 Otto Stern
(1888–1969)
(verliehen 1944)
Vereinigte Staaten „für seine Beiträge zur Entwicklung der Molekularstrahlmethode und die Entdeckung des magnetischen Moments des Protons
1944 Isidor Isaac Rabi
(1898–1988)
Vereinigte Staaten „für die von ihm zur Aufzeichnung der magnetischen Eigenschaften von Atomkernen entdeckte Resonanzmethode“
1945 Wolfgang Pauli
(1900–1958)
 Österreich „für die Entdeckung des als Pauli-Prinzip bezeichneten Ausschlussprinzips“
1946 Percy Williams Bridgman
(1882–1961)
Vereinigte Staaten „für die Erfindung eines Apparates zur Erzeugung von extrem hohen Druck und für seine Entdeckungen, die er mit diesem auf dem Gebiet der Hochdruckphysik machte“
1947 Edward Victor Appleton
(1892–1965)
 Vereinigtes Königreich „für seine Forschungen auf dem Gebiet der Physik der oberen Schichten der Atmosphäre, insbesondere für die Entdeckung der nach ihm benannten ionisierten Schicht
1948 Patrick Maynard Stuart Blackett
(1897–1947)
 Vereinigtes Königreich „für die Weiterentwicklung der Anwendung der Wilsonschen Nebelkammer und seine damit gemachten Entdeckungen auf dem Gebiete der Kernphysik und der kosmischen Strahlung“
1949 Hideki Yukawa
(1907–1981)
Japan „für seine auf der Theorie der Kernkräfte beruhende Vorhersage der Existenz der Mesonen
1950 Cecil Powell
(1903–1969)
 Vereinigtes Königreich „für die Entwicklung der photographischen Methode zur Untersuchung der Kernvorgänge und die damit verbundene Entdeckung der Mesonen“

1951–1960

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1951 John Cockcroft
(1897–1967)
 Vereinigtes Königreich „für ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Atomkernumwandlung durch künstlich beschleunigte atomare Partikel“
Ernest Walton
(1903–1995)
 Irland
1952 Felix Bloch
(1905–1983)
Vereinigte Staaten „für ihre Entwicklung verfeinerter und vereinfachter Methoden zur Messung magnetischer Kraftfelder im Atomkern“
Edward Mills Purcell
(1912–1997)
Vereinigte Staaten
1953 Frits Zernike
(1888–1966)
 Niederlande „für die von ihm angegebene Phasenkontrastmethode, im besonderen für seine Erfindung des Phasenkontrastmikroskops
1954 Max Born
(1882–1970)
 Deutschland „für seine grundlegenden Forschungen in der Quantenmechanik, besonders für seine statistische Interpretation der Wellenfunktion
Walther Bothe
(1891–1957)
 Deutschland „für seine Koinzidenzmethode und seine mit deren Hilfe gemachten Entdeckungen“
1955 Willis E. Lamb
(1913–2008)
Vereinigte Staaten „für seine Entdeckungen über die Feinstruktur des Wasserstoffspektrums“ (Lamb-Verschiebung)
Polykarp Kusch
(1911–1993)
Vereinigte Staaten „für seine genaue Bestimmung des magnetischen Moments im Elektron“
1956 William B. Shockley
(1910–1989)
Vereinigte Staaten „für ihre Untersuchungen über Halbleiter und ihre Entdeckung des Transistoreffekts“
John Bardeen
(1908–1991)
Vereinigte Staaten
Walter H. Brattain
(1902–1987)
Vereinigte Staaten
1957 Chen Ning Yang
(* 1922)
China „für ihre grundlegenden Forschungen über die Gesetze der sogenannten Parität, die zu wichtigen Entdeckungen über die Elementarteilchen führten“
Tsung-Dao Lee
(* 1926)
China
1958 Pawel Tscherenkow
(1904–1990)
Sowjetunion „für die Entdeckung und Interpretation des Tscherenkow-Effekts
Ilja Frank
(1908–1990)
Sowjetunion
Igor Tamm
(1895–1971)
Sowjetunion
1959 Emilio Segrè
(1905–1989)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung des Antiprotons
Owen Chamberlain
(1920–2006)
Vereinigte Staaten
1960 Donald A. Glaser
(* 1926)
Vereinigte Staaten „für die Erfindung der Blasenkammer

1961–1970

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1961 Robert Hofstadter
(1915–1990)
Vereinigte Staaten „für seine bahnbrechenden Studien über elektrische Schwingungen im Atomkern und für die dabei erzielten Entdeckungen über die Struktur der Nukleonen
Rudolf Mößbauer
(* 1929)
 Deutschland „für seine Forschungen über die Resonanzabsorption der Gammastrahlung und seine damit verbundene Entdeckung, die den Namen Mößbauer-Effekt trägt“
1962 Lew Landau
(1908–1968)
Sowjetunion „für seine bahnbrechenden Theorien über kondensierte Materie, besonders das flüssige Helium“ (Suprafluidität)
1963 Eugene Paul Wigner
(1902–1995)
Vereinigte Staaten „für seine Beiträge zur Theorie des Atomkerns und der Elementarteilchen, besonders durch die Entdeckung und Anwendung fundamentaler Symmetrie-Prinzipien“
Maria Goeppert-Mayer
(1906–1972)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung der nuklearen Schalenstruktur
J. Hans D. Jensen
(1907–1973)
 Deutschland
1964 Charles H. Townes
(* 1915)
Vereinigte Staaten „für grundlegende Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenelektronik, die zur Konstruktion von Oszillatoren und Verstärkern auf der Basis des Maser-Laser-Prinzips führten“
Nikolai Bassow
(1922–2001)
Sowjetunion
Alexander Prochorow
(1916–2002)
Sowjetunion
1965 Richard Feynman
(1918–1988)
Vereinigte Staaten „für ihre fundamentale Leistung in der Quantenelektrodynamik, mit tiefgehenden Konsequenzen für die Elementarteilchenphysik“
Julian Seymour Schwinger
(1918–1994)
Vereinigte Staaten
Shin’ichirō Tomonaga
(1906–1979)
Japan
1966 Alfred Kastler
(1902–1984)
 Frankreich „für die Entdeckung und Entwicklung der optischen Methoden beim Studium der Hertz-Resonanzen in Atomen“
1967 Hans Bethe
(1906–2005)
Vereinigte Staaten „für seinen Beitrag zur Theorie der Kernreaktionen, insbesondere seine Entdeckungen über die Energieerzeugung in den Sternen“
1968 Luis Walter Alvarez
(1911–1988)
Vereinigte Staaten „für seinen entscheidenden Beitrag zur Elementarteilchenphysik, insbesondere seine Entdeckung einer großen Anzahl von Resonanzzuständen, ermöglicht durch seine Entwicklung von Techniken mit der Wasserstoffblasenkammer und Datenanalyse“
1969 Murray Gell-Mann
(* 1929)
Vereinigte Staaten „für seine Beiträge und Entdeckungen betreffend der Klassifizierung der Elementarteilchen und deren Wechselwirkungen“
1970 Hannes Alfvén
(1908–1995)
 Schweden „für seine grundlegenden Leistungen und Entdeckungen in der Magnetohydrodynamik mit fruchtbaren Anwendungen in verschiedenen Teilen der Plasmaphysik
Louis Néel
(1904–2000)
 Frankreich „für seine grundlegenden Leistungen und Entdeckungen betreffend des Antiferromagnetismus und des Ferromagnetismus, die zu wichtigen Erkenntnissen in der Festkörperphysik geführt haben“

1971–1980

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1971 Dennis Gábor
(1900–1979)
 Vereinigtes Königreich „für seine Erfindung und Entwicklung der holografischen Methode
1972 John Bardeen
(1908–1991)
Vereinigte Staaten „für ihre gemeinsam entwickelte Theorie des Supraleitungsphänomens, auch BCS-Theorie (Bardeen-Cooper-Schrieffer Theorie) genannt“
Leon Neil Cooper
(* 1930)
Vereinigte Staaten
John Robert Schrieffer
(* 1931)
Vereinigte Staaten
1973 Leo Esaki
(* 1925)
Japan „für ihre experimentellen Entdeckungen betreffend das Tunnel-Phänomen in Halb- bzw. Supraleitern“
Ivar Giaever
(* 1929)
Vereinigte Staaten
Brian D. Josephson
(* 1940)
 Vereinigtes Königreich „für seine theoretische Vorhersage von Eigenschaften bei einer Supraströmung durch eine Tunnel-Barriere, insbesondere jene Phänomene, die allgemein als Josephson-Effekt bekannt sind“
1974 Martin Ryle
(1918–1984)
 Vereinigtes Königreich „für ihre bahnbrechenden Arbeiten in der Radioastronomie: Ryle für seine Beobachtungen und Erfindungen, besonders in der Öffnung technischer Synthesen und Hewish für seine entscheidende Rolle in der Entdeckung der Pulsare
Antony Hewish
(* 1924)
 Vereinigtes Königreich
1975 Aage Niels Bohr
(* 1922)
 Dänemark „für die Entdeckung der Verbindung zwischen kollektiver und Teilchen-Bewegung in Atomkernen und die Entwicklung der Theorie von der Struktur der Atomkerne basierend auf dieser Verbindung“
Ben Mottelson
(* 1938)
 Dänemark
James Rainwater
(1917–1986)
Vereinigte Staaten
1976 Burton Richter
(* 1931)
Vereinigte Staaten „für ihre führenden Leistungen bei der Entdeckung eines schweren Elementarteilchens neuer Art“
Samuel Chao Chung Ting
(* 1936)
Vereinigte Staaten
1977 Philip W. Anderson
(* 1923)
Vereinigte Staaten „für die grundlegenden theoretischen Leistungen zur Elektronenstruktur in magnetischen und ungeordneten Systemen“
Nevill Francis Mott
(1905–1996)
 Vereinigtes Königreich
John H. van Vleck
(1899–1980)
Vereinigte Staaten
1978 Pjotr Kapiza
(1894–1980)
Sowjetunion „für seine grundlegenden Erfindungen und Entdeckungen in der Tieftemperaturphysik
Arno Penzias
(* 1933)
Vereinigte Staaten „für die Entdeckung der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung
Robert Woodrow Wilson
(* 1936)
Vereinigte Staaten
1979 Sheldon Lee Glashow
(* 1932)
Vereinigte Staaten „für ihre Mitwirkung an der Theorie der Vereinigung schwacher und elektromagnetischer Wechselwirkung zwischen Elementarteilchen, einschließlich u.a. die Voraussage von schwacher nuklearer Strömung“ (Elektroschwache Wechselwirkung)
Abdus Salam
(1926–1996)
Pakistan
Steven Weinberg
(* 1933)
Vereinigte Staaten
1980 James Cronin
(* 1931)
Vereinigte Staaten „für die Entdeckung von Verletzungen fundamentaler Symmetrieprinzipien im Zerfall von neutralen K-Mesonen
Val Fitch
(* 1923)
Vereinigte Staaten

1981–1990

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1981 Nicolaas Bloembergen
(* 1920)
Vereinigte Staaten „für ihren Beitrag zur Entwicklung der Laserspektroskopie
Arthur L. Schawlow
(1921–1999)
Vereinigte Staaten
Kai Siegbahn
(1918–2007)
 Schweden „für seinen Beitrag zur Entwicklung der hochauflösenden Elektronenspektroskopie
1982 Kenneth Wilson
(* 1936)
Vereinigte Staaten „für seine Theorie über kritische Phänomene bei Phasenumwandlungen
1983 Subrahmanyan Chandrasekhar
(1910–1995)
Vereinigte Staaten „für seine theoretischen Studien der physikalischen Prozesse, die für die Struktur und Entwicklung der Sterne von Bedeutung sind“
William Alfred Fowler
(1911–1995)
Vereinigte Staaten „für theoretische und experimentelle Studien der Kernreaktionen, die für die Bildung der chemischen Elemente im Weltall von Bedeutung sind“
1984 Carlo Rubbia
(* 1934)
Italien „für ihre entscheidenden Einsätze bei dem großen Projekt, das zur Entdeckung der Feldpartikel W und Z, Vermittler schwacher Wechselwirkung, geführt hat“
Simon van der Meer
(* 1925)
 Niederlande
1985 Klaus von Klitzing
(* 1943)
 Deutschland „für die Entdeckung des so genannten quantisierten Hall-Effekts
1986 Ernst Ruska
(1906–1988)
 Deutschland „für sein fundamentales Werk in der Elektronenoptik und für die Konstruktion des ersten Elektronenmikroskops
Gerd Binnig
(* 1947)
 Deutschland „für ihre Konstruktion des Rastertunnelmikroskops
Heinrich Rohrer
(* 1933)
Vorlage:SUI
1987 Johannes Georg Bednorz
(* 1950)
 Deutschland „für ihre bahnbrechende Entdeckung von Supraleitung in keramischen Materialien
Karl Alexander Müller
(* 1927)
Vorlage:SUI
1988 Leon Max Lederman
(* 1922)
Vereinigte Staaten „für ihre grundlegenden Experimente über Neutrinos - schwach wechselwirkende Elementarteilchen mit verschwindender oder sehr kleiner Ruhemasse
Melvin Schwartz
(1932–2006)
Vereinigte Staaten
Jack Steinberger
(* 1921)
Vereinigte Staaten
1989 Wolfgang Paul
(1913–1993)
 Deutschland „für seine Entwicklung der Paul-Falle, eines elektrischen Vierpolfeldes zum Einschluss und zur Untersuchung weniger Ionen oder Elektronen über genügend lange Zeit“
Hans Georg Dehmelt
(* 1922)
Vereinigte Staaten „für die Entwicklung der Penning-Falle zum Einschluss von Ionen oder Elektronen, um deren Eigenschaften mit großer Genauigkeit zu erforschen“
Norman Ramsey
(* 1915)
Vereinigte Staaten „für seine Ausarbeitung einer verbesserten Messtechnik bei atomaren Energie-Übergängen, mit der präzise Zeit- und Frequenzmessungen möglich wurden“ (Atomuhr)
1990 Jerome I. Friedman
(* 1930)
Vereinigte Staaten „für ihre Experimente zum Nachweis der Quarks, elementarer Teilchen mit drittelzahliger Ladung“
Henry W. Kendall
(1926–1999)
Vereinigte Staaten
Richard E. Taylor
(* 1929)
Kanada

1991–2000

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
1991 Pierre-Gilles de Gennes
(1932–2007)
 Frankreich „für seine Arbeiten über Ordnungsprozesse in Flüssigkristallen und Polymerlösungen, vor allem die erfolgreiche Anwendung mathematischer Modelle beim Übergang vom geordneten zum ungeordneten Zustand in Physik und Chemie“
1992 Georges Charpak
(* 1924)
 Frankreich „für seine grundlegenden Arbeiten an Detektoren für die Teilchenphysik, insbesondere für die Konstruktion der ersten Vieldraht-Proportionalkammern (1968)“
1993 Russell Hulse
(* 1950)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung eines Pulsars in einem Doppelsternsystem
Joseph Hooton Taylor Jr.
(* 1941)
Vereinigte Staaten
1994 Bertram Brockhouse
(1918–2003)
Kanada „für ihre Entwicklung von Techniken zur Streuung der ungeladenen Kernteilchen
Clifford Shull
(1915–2001)
Vereinigte Staaten
1995 Martin L. Perl
(* 1927)
Vereinigte Staaten „für seine Entdeckung eines massereichen subatomaren Elementarteilchens mit negativer Ladung“ (Tau-Lepton)
Frederick Reines
(1918–1998)
Vereinigte Staaten „für seine Entdeckung eines ungeladenen subatomaren Elementarteilchens“ (Neutrino)
1996 David M. Lee
(* 1931)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung der Suprafluidität in Helium-3 bei sehr tiefen Temperaturen (um den absoluten Nullpunkt)“
Douglas D. Osheroff
(* 1945)
Vereinigte Staaten
Robert C. Richardson
(* 1937)
Vereinigte Staaten
1997 Steven Chu
(* 1948)
Vereinigte Staaten „für ihre Entwicklung von Methoden zum Kühlen und Einfangen von Atomen mit Hilfe von Laserlicht
Claude Cohen-Tannoudji
(* 1933)
 Frankreich
William D. Phillips
(* 1948)
Vereinigte Staaten
1998 Robert B. Laughlin
(* 1950)
Vereinigte Staaten „für ihre Entdeckung einer neuen Art von Quantenflüssigkeit mit fraktionell geladenen Anregungen
Horst Ludwig Störmer
(* 1949)
 Deutschland
Daniel Chee Tsui
(* 1939)
Vereinigte Staaten
1999 Gerardus ’t Hooft
(* 1946)
 Niederlande „für ihre entscheidenden, die Quantenstruktur betreffenden Beiträge zur Theorie der elektroschwachen Wechselwirkung in der Physik“
Martinus J. G. Veltman
(* 1931)
 Niederlande
2000 Schores Alfjorow
(* 1930)
 Russland „für die Entwicklung von Halbleiterheterostrukturen für Hochgeschwindigkeits- und Optoelektronik
Herbert Kroemer
(* 1928)
 Deutschland
Jack Kilby
(1923–2005)
Vereinigte Staaten „für die Beiträge zur Erfindung von integrierten Schaltkreisen

2001–2010

Jahr Person Nationalität Begründung für die Preisvergabe
2001 Eric A. Cornell
(* 1961)
Vereinigte Staaten „für die Erzeugung der Bose-Einstein-Kondensation in verdünnten Gasen aus Alkaliatomen, und für frühe grundsätzliche Studien über die Eigenschaften der Kondensate“
Wolfgang Ketterle
(* 1957)
 Deutschland
Carl E. Wieman
(* 1951)
Vereinigte Staaten
2002 Raymond Davis junior
(1914–2006)
Vereinigte Staaten „für bahnbrechende Arbeiten in der Astrophysik, insbesondere für den Nachweis kosmischer Neutrinos
Masatoshi Koshiba
(* 1926)
Japan
Riccardo Giacconi
(* 1931)
Vereinigte Staaten „für bahnbrechende Arbeiten in der Astrophysik, die zur Entdeckung von kosmischen Röntgenquellen geführt haben“
2003 Alexei Abrikossow
(* 1928)
 Russland „für bahnbrechende Arbeiten in der Theorie über Supraleiter und Supraflüssigkeiten
Witali Ginsburg
(* 1916)
 Russland
Anthony James Leggett
(* 1938)
 Vereinigtes Königreich
2004 David Gross
(* 1941)
Vereinigte Staaten „für die Entdeckung der asymptotischen Freiheit in der Theorie der Starken Wechselwirkung
David Politzer
(* 1949)
Vereinigte Staaten
Frank Wilczek
(* 1951)
Vereinigte Staaten
2005 Roy J. Glauber
(* 1925)
Vereinigte Staaten „für Beiträge zur Quantentheorie der optischen Kohärenz
Theodor Hänsch
(* 1941)
 Deutschland „für Beiträge zur Entwicklung der laserbasierten Präzisionsspektrographie, einschließlich der Technik des optischen Frequenzkamms
John Lewis Hall
(* 1934)
Vereinigte Staaten
2006 John C. Mather
(* 1946)
Vereinigte Staaten „für die Untersuchung der kosmischen Hintergrundstrahlung
George F. Smoot
(* 1945)
Vereinigte Staaten
2007 Albert Fert
(* 1938)
 Frankreich „für die Entdeckung des Riesenmagnetwiderstands (GMR)“
Peter Grünberg
(* 1939)
 Deutschland
2008 Yōichirō Nambu
(* 1921)
Vereinigte Staaten „für die Entdeckung des Mechanismus der spontanen Symmetriebrechung in der Elementarteilchenphysik
Makoto Kobayashi
(* 1944)
Japan „für die Entdeckung des Ursprungs der gebrochenen Symmetrie, welches die Existenz von mindestens drei Quarkfamilien voraussagt“
Toshihide Masukawa
(* 1940)
Japan

1901 bis 1910 · 1911 bis 1920 · 1921 bis 1930 · 1931 bis 1940 · 1941 bis 1950 · 1951 bis 1960
1961 bis 1970 · 1971 bis 1980 · 1981 bis 1990 · 1991 bis 2000 · 2001 bis 2010


Rangliste nach Nationalitäten

Wurden in einem Jahr mehrere Personen gleicher Nationalität ausgezeichnet, so wird für deren Herkunftsland nur ein Nobelpreis für das betreffende Jahr gezählt.

Nation Anzahl der Verleihungen
Vereinigte Staaten 48
 Deutschland 22
 Vereinigtes Königreich 18
 Frankreich 10
 Russland und Sowjetunion 6
Japan 5
 Niederlande 5
 Schweden 4
Vorlage:SUI 4
 Österreich 3
Italien 3
Kanada 2
 Dänemark 2
China 1
Indien 1
 Irland 1
Pakistan 1
 Polen 1

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel LexiDict:Liste der Nobelpreisträger für Physik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Von „http://www.lexidict.de/wiki/LexiDict:Liste_der_Nobelpreistr%C3%A4ger_f%C3%BCr_Physik

Diese Seite wurde bisher 935-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 7. Februar 2009 um 22:40 Uhr geändert. Inhalt ist verfügbar unter der GNU Free Documentation License 1.2.




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