Klitikon
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Ein Klitikon (Plural: Klitika) ist ein schwach- oder unbetontes Wort, das sich an ein benachbartes (betontes) Wort ‚anlehnt‘ (daher die Bezeichnung aus griechisch ἐγκλίνειν (enklínein) „(sich) neigen“). Man unterscheidet zwischen Proklitika und Enklitika. Erstere lehnen sich an das folgende Wort an, letztere an das vorangehende.
Klitika können nicht isoliert und unabhängig auftreten. Sie sind keine freien, unabhängigen Wörter und nehmen eine Art Sonderstellung zwischen freien Wörtern und Affixen ein.
Die Klitika werden in der Regel an den Anfang oder ans Ende eines betonten Wortes angefügt (was aus der Schrift nicht immer ersichtlich sein muss), aber z. B. im Litauischen können Klitika auch inmitten eines Verbs (zwischen Präfix und Wortstamm) vorkommen (užsisakyti „bestellen“ refl.).
Wackernagels Gesetz macht eine Aussage über die Position von Klitika innerhalb von Sätzen des Ur-Indogermanischen.
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