Internetwork Operating System
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Internetwork Operating System Software (IOS) ist das Betriebssystem von Cisco-Routern und -Switches.
Das Betriebssystem geht zurück auf den Angestellten der Stanforder Medizinischen Schule namens Bill Yeager, der um 1980 die Software entwickelte, welche es den Routern ermöglicht, Netzwerke unterschiedlicher Medien und Protokolle miteinander zu verbinden. Er arbeitete bis 1984 mit Sandra Lerner und Len Boseck, den Gründern von Cisco, an der Verbesserung dieser Software zusammen. Mit der Gründung von Cisco im Jahre 1984 lizenzierte Cisco diese Software von Yeager. Seitdem wurde sie in verschiedenen Versionen eingesetzt und liegt seit Mai 2005 in der Version 12.4 vor.
IOS wurde in der Vergangenheit auch an andere Hersteller lizenziert. So verwendeten z. B. die in den 1990er Jahren verbreiteten DEC Brouter ein im Funktionsumfang eingeschränktes Cisco IOS.
IOS wird bei modernen Geräten beim Einschalten des Gerätes aus dem nichtflüchtigen Flash-Speicher dekomprimiert und in den Hauptspeicher geladen, während es bei älteren Routermodellen wie z. B. dem Cisco 2500 grundsätzlich direkt vom Flash-Speicher ausgeführt wird. Letzteres begrenzt die Ablaufgeschwindigkeit wegen des zum Hauptspeicher vergleichsweise geringen Durchsatzes von Flash-Speicher. Nach dem Start stellt es die grundlegenden Funktionen des Routing und/oder Switching zur Verfügung. Es werden je nach sogenanntem Feature-Set unter anderem Routing-Protokolle wie BGP, OSPF, EIGRP und RIP unterstützt. Außerdem werden je nach Feature-Set auch weitere Netzwerkprotokolle wie IPv6, IPX, AppleTalk unterstützt. Über Zugriffskontrolllisten werden grundlegende Paketfilterfunktionen bereitgestellt.
Gesteuert und konfiguriert wird dieses per Kommandozeile über eine Telnet, SSH oder eine direkte serielle Konsolenverbindung am Endgerät. Die Bedienung ist der von MS-DOS- oder Unix-Kommandozeilen ähnlich und enthält Funktionen wie Autocomplete (das automatische Vervollständigen eines eingegebenen Kommandos). Eine enorme Hilfe ist dabei das Fragezeichen, welches an beliebiger Stelle eingegeben eine kontextabhängige Kurzhilfe ausgibt. Es sind aber auch Web- und Windows-Oberflächen verfügbar. Auch über SNMP kann man IOS eingeschränkt konfigurieren.
Kommandoprompt:
- User Mode: Router>
- Privileged Mode: Router#
- Global Configuration Mode: Router(config)#
- Spezieller Interface Configuration Mode: Router(config-if)#
Mit dem User-Modus können nur einfache Abfragen und diverse show-Befehle ausgeführt werden. Im privilegierten Modus und im Global-Configuration-Modus kann der Router oder Switch konfiguriert werden. Der Wechsel in den privilegierten Modus kann ein Passwort erfordern, von dort kann man in den Global Configuration Mode wechseln. Um einzelne Schnittstellen einstellen zu können, muss in den „Interface Configuration Mode“ der jeweiligen Schnittstelle gewechselt werden.
Weblinks
- IOS Dokumentation (englisch)
- IOS Software (englisch)
- GNU Zebra – Ein Routing-Daemon für BSD und Linux, dessen Oberfläche stark an IOS angelehnt ist. (englisch)
- Cisco 7200 Simulator - Eine für Linux und Windows geeignete Software, mit der sich die Hardware verschiedener Cisco Router emulieren lässt, auf welchen dann die original IOS Software lauffähig ist
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Internetwork Operating System aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.












