HAL 9000
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HAL 9000 ist der fiktionale Computer des Raumschiffs Discovery im Film 2001: Odyssee im Weltraum (Buch: Arthur C. Clarke, Regie: Stanley Kubrick).
HAL macht sich auf einer Reise zum Planeten Jupiter mehr und mehr selbstständig und spielt mit der Besatzung ein böses Spiel, indem er den Menschen philosophisch auseinandersetzt, dass sie diejenigen sind, die eigentlich überflüssig sein sollten. Eine andere Deutungsweise geht von den sich widersprechenden Befehlen in HALs Programmierung aus. Um die Mission nicht zu gefährden, musste er so handeln.
Verbreitet ist die Annahme, dass der Name HAL aus einer Verballhornung des Markennamens der damals marktführenden Computerfirma IBM herrührt, da die Buchstaben HAL das Dekrement der Buchstaben IBM sind (I-1=H, B-1=A, M-1=L). Arthur C. Clarke hat dieser Behauptung stets widersprochen. HAL steht nach seiner Aussage für Heuristic ALgorithmic (Heuristisch Algorithmisch). [1] Dennoch wird dieser Zusammenhang weiterhin häufig kolportiert. Gegen die Annahme dieses Zusammenhangs spricht, dass das IBM-Firmenlogo im Film an anderer Stelle auftaucht.
Gesprochen wurde HAL in der Originalfassung von Douglas Rain, in der deutschen Fassung von Peter Schiff.
Als HALs höhere Funktionen, die zu einer Gefahr für die Besatzung wurden, von David Bowman abgeschaltet werden, regrediert er zusehends und beginnt das Kinderlied Daisy Bell (A Bicycle Built for Two) zu singen; in der deutschen Synchronfassung wurde daraus Hänschen klein.
Sowohl der 12. Januar 1992 – der Tag seiner Inbetriebnahme im Film – als auch der 12. Januar 1997 – der Tag seiner Inbetriebnahme im gleichnamigen Buch von Arthur C. Clarke - gelten als der „Geburtstag“ von HAL 9000 und wurden jeweils weltweit von Informatikern und Science-Fiction-Fans gefeiert. Stanley Kubrick, der den Termin der Inbetriebnahme von HAL für den Film vorverlegt hatte, da er der Meinung war, dass Computer im Jahr 1997 mehr können würden als HAL, reagierte ungehalten auf die Feierlichkeiten, welche im Jahr 1997 zum „Geburtstag“ im Virginia-Filmtheater in Illinois abgehalten wurden.
In der nicht von Kubrick, sondern von Peter Hyams – zugleich als Produzent und Regisseur – 1984 gedrehten Nachfolgegeschichte 2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen wird HAL reaktiviert. Am Ende dieser Geschichte wird die Discovery mit HAL von der Explosion Jupiters verschlungen. Im Roman 2061 – Odyssee III erfährt der Leser schließlich, dass HAL „überlebt“ hat. Er wird im letzten Teil der Tetralogie, 3001 – Die letzte Odyssee, mit der Hilfe des reanimierten Dr. Frank Poole, den Monolithen auf Europa deaktivieren.
Weblinks
- Zitate von HAL als Tonbeispiele
- heise online – „Wir können keine Fehler machen“ – zum 10. Geburtstag von HAL 9000
- ↑ Arthur C. Clarke in HAL’s Legacy, MIT Press
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel HAL 9000 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.












