Graswurzel-Journalismus
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Graswurzel-Journalismus (von "grassroot", auch partizipativer Journalismus oder Bürger-Journalismus) ist eine Form des Journalismus, bei der Bürger durch eigene Medien am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen können. Die neuen Publikationsmöglichkeiten im Internet, besonders Weblogs, haben zur Verbreitung des Graswurzel-Journalismus beigetragen.
Der Begriff Graswurzel-Journalismus lehnt sich an Graswurzelbewegung an und stammt aus dem Bereich der anglo-amerikanischen Publizistik. Im deutschsprachigen Raum war seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts das Konzept der Gegenöffentlichkeit verbreitet. Das partizipative Element betont der norwegische Friedensforscher Johan Galtung, der ein Konzept für einen friedensfördernden Journalismus entwickelt hat.
Vorläufer sind die alternativen Stattzeitungen der 70er und 80er Jahre, ebenso die Freien Radios der 80er Jahre. Eine Sonderform ist der gesetzlich verankerte Bürgerrundfunk. Wandzeitungen können auch ohne Web 2.0 interaktive Projekte organisieren.
Als Vorläufer des User Generated Content können auch Offene Kanäle, veröffentlichte Leserbriefe sowie Hörer-/Zuschaueranrufe als Teil laufender Sendungen angesehen werden. Sie sind dem Graswurzel-Journalismus aber nur zum Teil verpflichtet.
Weblinks
- Berufsrolle im Wandel – Im Gespräch mit Christoph Neuberger, Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster (Menschen - Macher - Medien, Verdi.de, September 2006)
- Online-Journalismus zwischen Bürgerbeteiligung und Professionalisierung (Download, PDF)
- Umfangreiche Hausarbeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
- Online-Journalismus.de: Wirklich erst 10 Jahre alt?
- Partizipativer Journalismus als "Journalismus der Zukunft", Artikel im Café Babel
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