Globale Erwärmung
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Als globale Erwärmung bezeichnet man den während der vergangenen Jahrzehnte beobachteten allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere sowie die künftig erwartete steigende Erwärmung. Ihre hauptsächliche Ursache liegt nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Verständnis „sehr wahrscheinlich“[1] in der Verstärkung des natürlichen Treibhauseffektes durch menschliches Einwirken.[2][3] Der menschengemachte Treibhauseffekt entsteht durch eine Veränderung der Atmosphärenzusammensetzung und andere als Strahlungsantrieb bezeichnete Einwirkungen. Durch Verbrennen fossiler Brennstoffe und durch die weltumfassende Entwaldung wird das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre angereichert. Landnutzungsveränderungen wie Land- und Viehwirtschaft sind eine zusätzliche Ursache, besonders wegen des durch sie verursachten Ausstoßes anderer bedeutender Treibhausgase wie Methan oder Lachgas.
Die Bezeichnung globale Erwärmung wurde im Verlauf der 1980er und 1990er Jahre geprägt und wird oft gleichbedeutend mit dem allgemeineren Begriff Klimawandel verwendet. Während der Begriff Klimawandel die natürliche Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum beschreibt und damit die bisherige Klimageschichte umfasst, bezieht sich globale Erwärmung auf die durch Menschen verursachte gegenwärtige Klimaveränderung. Der damit verbundene Anstieg der Durchschnittstemperatur auf der Erde ist mit einer Vielzahl weiterer globaler, regionaler und lokaler Folgen verbunden.
Der wissenschaftliche Erkenntnisstand zur globalen Erwärmung wird durch den Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, im Deutschen oft als „Weltklimarat“ bezeichnet) diskutiert und zusammengefasst. Die Analysen des IPCC, dessen Vierter Sachstandsbericht 2007 veröffentlicht wurde, bilden den Forschungsstand über menschliche Einflussnahmen auf das Klimasystem der Erde ab. Sie sind eine wesentliche Basis der politischen und wissenschaftlichen Diskussion wie auch der Aussagen in diesem Artikel. Die IPCC-Darstellung und die daraus zu ziehenden Folgerungen stehen auch im Mittelpunkt der Kontroverse um die globale Erwärmung.
Weblinks
- Website des IPCC mit Links zu Einzelberichten (englisch). Ins Deutsche übertragene Berichtsteile von 2007 und 2001
- Hamburger Bildungsserver: Materialsammlung zum Thema Klima – basierend auf den Ergebnissen des Vierten IPCC-Berichts 2007 und das Klimawiki
- Agenda 21: Lexikon Klimawandel, Klimaerwärmung, Klimageschichte
- Klimawandel-Dossier bei der Bundeszentrale für politische Bildung
- Spencer Weart: The Discovery of Global Warming, Geschichte der Wissenschaft über den menschlichen Klimawandel (englisch)
- Current Greenhouse Gas Concentrations – regelmäßig aktualisierte Seite mit Messwerten der Treibhausgaskonzentrationen (englisch)
- Christian-D. Schönwiese und Reinhard Janoschitz 2008: Klima-Trendatlas Europa 1901-2000 PDF-Datei 11 MB
- Klimawandel – Warum ändert sich unser Klima? (UmweltWissen - Bayerisches Landesamt für Umwelt; PDF-Datei; 326 kB)
- ↑ Die Aussage folgt dem wissenschaftlichen Sprachgebrauch des vierten IPCC-Bericht, wonach „sehr wahrscheinlich“ eine mindestens 90-prozentige Wahrscheinlichkeit bedeutet.
- ↑ Intergovernmental Panel on Climate Change (2007): IPCC Fourth Assessment Report - Working Group I Report on "The Physical Science Basis" mit Zusammenfassung für Entscheidungsträger deutsch
- ↑ Hansen, J., Mki. Sato, R. Ruedy et al. (2005): Efficacy of climate forcings, in: Journal of Geophysical Research, 110, D18104, doi:10.1029/2005JD005776 (PDF, 20,5 MB)
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