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Erwartung (Soziologie)

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Der Begriff Erwartung spielt eine zentrale Rolle in der Soziologie. Zum einen beschreibt er die Annahme eines Handelnden darüber, was ein anderer oder mehrere andere tun würden (antizipatorische Erwartung) bzw. was er oder andere billigerweise tun sollten (normative Erwartung).

Wird eine Erwartung enttäuscht, dann wird sie meist geändert, in einigen wenigen Fällen aber auch aufrechterhalten (Kontrafaktische Stabilität).

Die soziobiologische und biosoziale Mitgift des Menschen, durch Beobachten und Lernen voraus zu schauen, führt ihn zu seinen sozial geprägten Erwartungen, die alle – vage oder verfestigt – sein soziales Handeln prägen. Dies reicht von alltäglichen Verhaltensweisen bis zu seinen Religionen und Sozialstrukturen. Demzufolge befasst sich jede Soziologie mit „Erwartungen“.

Diese umfassen die Annahmen einer Bezugsgruppe über das, was ein Positionsinhaber zu tun hat. Danach wird beurteilt, wie ein Akteur seine soziale Rolle ausgestaltet. Siehe dazu Rollenerwartung.

Der "reflexive Mechanismus" (Luhmann) des "Erwartens von Erwartungen" spielt in der Praxis des Börsenhandels, vor allem der Derivatenspekulation und der Hedge-Geschäfte eine bedeutende Rolle.

Als Adaptive Erwartung bezeichnet man Erwartung bei der das Individuum seine bisherigen Erfahrungen nutzt, um seine Erwartungen zu bilden. Als Rationale Erwartung bezeichnet man dagegen eine Erwartung, bei der das Individuum alle verfügbaren Informationen benutzt, um seine Erwartungen zu bilden.

Der häufig verwendete Ausdruck Erwartungshaltung ist das Musterbeispiel eines Pleonasmus, denn jede Erwartung ist automatisch eine Haltung. Die Verdopplung des Ausdrucks verstärkt den Wortsinn jedoch nicht, daher sollte der Begriff "Erwartung" bevorzugt gebraucht werden.





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Ein '''Rollenkonflikt''' ist eine besondere Form [[Sozialer Konflikt]]e. Er besteht, wenn sich für einen Träger einer [[Soziale Rolle|sozialen Rolle]], d.h. für einen [[soziales Handeln|sozial zum Handeln]] genötigten [[Akteur]], die [[Erwartung (Soziologie)|Erwartung]]en seiner [[Bezugsgruppe]]n widersprechen. Solche Situationen sind häufig. Zu unterscheiden sind nach [[Robert K. Merton]] '''Intra-''' von '''Interrollenkonflikten'''.
Unter '''Anspruch''' versteht man umgangssprachlich [[Erwartung (Soziologie)|Erwartungen]], [[Bedürfnis]]se, [[Wertvorstellung]]en, übernommene [[soziale Norm|Normen]]
'''Erwartung''' steht:
Die Soziale Rolle ist ein dem Theater entlehnter Begriff der Soziologie und Sozialpsychologie. Laut Definition des US-amerikanischen Anthropologen Ralph Linton (1936) stellt die soziale Rolle die Gesamtheit der einem gegebenen Status (z.&nbsp;B. Mutter, Vorgesetzter, Priesterin etc.) zugeschriebenen „kulturellen Modelle“ dar. Dazu gehören insbesondere vom sozialen System abhängige Erwartungen, Werte, Handlungsmuster und Verhaltens<nowiki></nowiki>weisen. Diesen Anforderungen muss sich ein Sozialer Akteur entsprechend seiner Position stellen.
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