Elbe
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Die Elbe entspringt in Tschechien, fließt durch Deutschland und mündet in die Nordsee. Der tschechische Name des Flusses ist Labe. Beide Namen sind gleichen Ursprungs: In der Antike nannten Griechen, Kelten und Römer den Strom Albis, die Germanen Albia. Zurückgeführt wird der Name auf elfr, das altnordische Wort für „Fluss“,[1] in den heutigen skandinavischen Sprachen älv (schwedisch) bzw. elv (norwegisch).
Mit 1091 Kilometern Länge ist die Elbe der vierzehntlängste Fluss in Europa und gehört zu den 200 längsten Flüssen der Erde. Würde man die Moldau als Quellfluss betrachten, ergäbe sich eine Gesamtlänge von 1252 Kilometern (Platz 13 in Europa). Der tschechische Anteil ist 364 km lang, wobei die Abschnitte oberhalb und unterhalb der Moldaumündung getrennt kilometriert sind, mit gemeinsamem Nullpunkt an der Moldaumündung. Der deutsche Anteil der Elbe ist 727 Kilometer lang. Dieser Stromkilometer befindet sich in Höhe der sogenannten Kugelbake bei Cuxhaven. Die deutsche Kilometrierung endet nach anderen Angaben jedoch erst mit dem KM 769,40 in der offenen Nordsee. Als großer, direkt ins Meer mündender Fluss wird die Elbe als Strom eingestuft. Sie entwässert ein Einzugsgebiet von etwa 148.000 Quadratkilometern. Mit einem mittleren Abfluss von 860 m³/s an der Mündung rangiert sie in Deutschland nach dem Rhein, der Donau und vor dem Inn (vergleiche: Liste der Flüsse in Deutschland).
Zunächst durchquert der Fluss das nördliche Tschechien (Böhmen) in einem weiten Bogen, fließt dann durch Deutschland und dabei unter anderem durch die Städte Dresden, Magdeburg und Hamburg und mündet schließlich bei Cuxhaven in die Nordsee. Während der deutschen Teilung bis 1990 war die Elbe auch über eine längere Strecke Grenzfluss. Sie war zeitweilig extrem starker Belastung durch Schwermetalle und andere Schadstoffe ausgesetzt; in den letzten Jahren hat sich aber die Gewässerqualität deutlich verbessert. Die organische Belastung ist allerdings nach wie vor hoch (Saprobienindex: „mäßig belastet“ bis „stark verschmutzt“). Ursache dafür ist hauptsächlich die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Flussaue und die durch den technischen Ausbau zur „Europawasserstraße“ bedingte mangelnde Strukturgüte und damit gehemmte Selbstreinigungskraft. Dennoch befinden sich insbesondere am Mittellauf etliche sehr schutzwürdige Biotope.
- ↑ Auf den Spuren des Pytheas von Massalia, Magisterarbeit, Oliver H. Herde, daraus das Ortsnamenregister
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