Zwölftonmusik
(Weitergeleitet von Dodekaphonie)
Zwölftonmusik (Dodekaphonie) wird eine Musik genannt, wenn sie auf Grundlage der Zwölftontechnik bzw. einer Zwölftonreihe komponiert wurde. In ihr werden die zwölf Töne der chromatischen Skala des gleichstufig temperierten Tonsystems vollkommen gleichberechtigt (das heißt: ohne die Vorherrschaft eines „Grundtones“) behandelt. Die Grundlagen der Zwölftonmusik wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt. Zwölftonmusik ist weder mit chromatischer Musik (in der zwar auch alle zwölf Töne auf engem Raum vorkommen können, aber immer noch ein tonaler Bezug bestehen bleibt) noch mit Atonalität zu verwechseln. Die Zwölftontechnik übernimmt die Rolle des musikalischen Ordnungsprinzips, die zuvor die Funktions-Harmonik in der Tonalität innehatte. Da die Anwendung der Zwölftontechnik ebenso wie das Hörerlebnis sehr verschieden sein kann, ist Zwölftonmusik kein Musikstil (wie z. B. der Impressionismus) oder eine Musikrichtung, sondern bezeichnet die dem Musikstück zugrunde liegende Kompositionsmethode.
Zwölftonmusik und die ihr zugrundeliegende Zwölftontechnik sind allgemeine, stilübergreifende Begriffe. Hingegen wird mit dem Begriff Dodekaphonie (griech. dodeka = 12, phone = Stimme), den René Leibowitz eingeführt hat, üblicherweise die Technik der von Arnold Schönberg entwickelten „Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen“ bezeichnet.
Weblinks
- Schönberg und die Zwölftonmusik
- Zur Entwicklungsgeschichte der Zwölftonmusik
- Fachbegriffe zum Thema Klangreihenmusik/Dodekaphonie
- Ein Reihenquadrat zur automatischen Berechnung aller Transpositionen einer Zwölftonreihe
- Institut für Klangreihenmusik
- Infos zur Zwölftontheorie und freie PC-Software zur Reihenberechnung von Karl Hyman Dietz
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Zwölftonmusik aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.












