Dehio
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Das Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, abgekürzt heute Dehio (häufig auch als Dehio-Handbuch bezeichnet), wurde von Georg Dehio begründet. Das Handbuch, eine wertende Zusammenstellung von Baudenkmälern in Deutschland, Österreich und Teilen von Polen, soll sowohl als Nachschlagewerk als auch als Reiseführer dienen. Seit den 1980er Jahren werden auch zeitgenössische Bauwerke aufgenommen.
Schon die erste Auflage erschien in fünf Bänden. Überarbeitungen erfolgten in mehrjährigem Abstand, unterschiedlich von Band zu Band. Ernst Gall, den Dehio als Nachfolger für die Projektleitung vorgeschlagen hatte, rückte von einer streng alphabetischen Auflistung der Orte ab und gruppierte den Stoff der einzelnen Bände nach Regionen, um Exkursionen bequemer planen zu können. Inzwischen herrscht wieder die alphabetische Ordnung. Seit 1929 erscheint der Dehio im Deutschen Kunstverlag München, Berlin.
Für die wissenschaftliche Fortführung des Handbuchs sorgt die Dehio-Vereinigung. Seit 2001 wird das Handbuch von einem Herausgebergremium getragen, das sich aus der Dehio-Vereinigung, der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zusammensetzt. Bei der Stiftung Denkmalschutz haben die Herausgeber eine gemeinsame Geschäftsstelle eingerichtet.
In Österreich wird der Dehio als Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs seit 1933 vom Österreichischen Bundesdenkmalamt herausgegeben.
In der DDR erschien unter dem Titel Deutsche Kunstdenkmäler - Ein Bildhandbuch ein ähnliches Werk, ebenfalls gestaffelt nach den Ländern von 1952 (fünf Bände). Herausgegeben wurde es von der Edition Leipzig. Die Auswahl an Kunstdenkmälern war hier erheblich kleiner als beim Dehio, dafür war aber jedes Denkmal mit einer Abbildung versehen.
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