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Deutsche Demokratische Republik

(Weitergeleitet von DDR)


Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein zentralistisch regierter realsozialistischer Staat in Mitteleuropa. Er bestand von 1949 bis 1990.

Die Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erfolgte vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf Betreiben der Sowjetunion, nachdem zuvor mit Unterstützung der drei West-Alliierten auf dem Gebiet ihrer Besatzungszonen (Trizone) die Bundesrepublik Deutschland gegründet worden war.

Der Aufbau der DDR wurde maßgeblich durch die Gruppe Ulbricht bestimmt, welche die Rückendeckung Josef Stalins hatte. Im staatlichen Selbstverständnis nach 1952 wurde die DDR als erster deutscher „sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern“ charakterisiert, Wahlen dienten der Legitimation der SED, waren aber von Beginn an manipuliert.[1] Mit der Verwaltungsreform von 1952 wurden anfänglich enthaltene föderale Elemente im Staatsaufbau aufgegeben.[2] Der „Aufbau des Sozialismus“ nach den Vorgaben der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands als „marxistisch-leninistischer Partei der Arbeiterklasse“ wurde zunehmend autoritär und zentralistisch durchgeführt.

Die friedliche Revolution[3] 1989/90 markierte das wirtschaftliche und politische Scheitern der DDR. Die 1990 erstmals frei gewählte Volkskammer beschloss die Wiederherstellung von ostdeutschen Ländern und den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland als einen Akt der Selbstbestimmung.[4] Die Existenz der DDR wurde damit zum 3. Oktober 1990 mit der Deutschen Wiedervereinigung beendet.

Weblinks


  1. Hermann Matern, Mitglied des Politbüros der SED, kommentierte die 1949 erstellte Leitlinie folgendermaßen: „Sollen wir vielleicht erlauben, dass uns die Bourgeoisie und ihre Parteien mit dem Stimmzettel die Macht wieder wegnehmen könnten? Dann wären wir doch Trottel!“, in: Neues Deutschland, 16. März 1958
  2. Hermann Weber, Die DDR 1945–1990, Oldenbourg, 2. Aufl., München 1993, S. 38
  3. Zum revolutionären Charakter des Geschehens in der Schlussphase der DDR: Hans Hugo Klein, Verfassungskontinuität im revolutionären Umbruch? Die Verfassung der DDR zwischen dem 7. Oktober 1989 und dem 3. Oktober 1990, in: Peter Badura und Rupert Scholz (Hrsg.), Wege und Verfahren des Verfassungslebens, Festschrift für Peter Lerche zum 65. Geburtstag, C.H. Beck, München 1993, S. 459–474
  4. Klaus Stern, Der Staatsvertrag im völkerrechtlichen und verfassungsrechtlichen Kontext, in: ders./Bruno Schmidt-Bleibtreu (Hrsg.): Verträge und Rechtsakte zur Deutschen Einheit, Bd. I: Staatsvertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, 1990, S. 3



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Von „http://www.lexidict.de/wiki/Deutsche_Demokratische_Republik

Diese Seite wurde bisher 500-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 10. Februar 2010 um 18:16 Uhr geändert. Inhalt ist verfügbar unter der GNU Free Documentation License 1.2.




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