Corazon Aquino
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Corazon Cojuangco Aquino, geboren als Maria Corazon Sumulong Cojuangco (* 25. Januar 1933 in Paniqui, Philippinen; † 1. August 2009 in Makati (Metro Manila)) war von 1986 bis 1992 Präsidentin der Philippinen. Sie war weithin als Cory Aquino oder Tante Cory bekannt.
Sie wurde als Tochter einer der reichsten Familien des Landes geboren. Ihr Studium in den USA schloss sie mit einem BA in Französisch ab. Seit 1954 war sie mit dem populären Oppositionssenator Benigno Aquino verheiratet.
Als dieser am 21. August 1983 am Flughafen Manila bei seiner Rückkehr aus dem Exil einem Anschlag zum Opfer fiel, wurde Corazon Aquino neue Hoffnungsträgerin für die Opposition gegen die Diktatur von Ferdinand Marcos. Sie übernahm den Vorsitz des Laban-Parteibündnisses und trat gegen Marcos bei den Wahlen im Februar 1986 an. Sowohl der Diktator Marcos als auch die Herausforderin Aquino reklamierten danach den Sieg für sich. Bei den anschließenden wachsenden Unruhen verweigerten sowohl das Militär als auch die USA Marcos die Unterstützung. Nachdem Marcos am 25. Februar ins Exil in die Vereinigten Staaten floh, übernahm noch am selben Tag Corazon Aquino das Präsidentenamt.
Während ihrer Präsidentschaft wurde eine neue Verfassung verabschiedet und 1988 eine Agrarreform durchgeführt. Noch während ihrer Amtszeit endete auch die US-Militärpräsenz in ihrem Heimatland. Mehrere Putschversuche von Marcos-treuen Militärs gegen ihre Regierung scheiterten. 1992 verzichtete sie zugunsten Fidel V. Ramos' auf eine Kandidatur für eine weitere Amtsperiode.
Am 1. August 2009 starb die Katholikin an den Folgen einer Darmkrebs-Erkrankung. Die derzeitige philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo, deren Rücktritt Aquino vehement gefordert hatte, würdigte sie danach als «Nationalheiligtum» und verkündete eine zehntägige Staatstrauer.
Weblinks
- Symbolfigur für den Übergang zur Demokratie. In NZZ Online vom 1. August 2009
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