Auslegungsstörfall
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Ein Auslegungsstörfall (auch GAU, für größter anzunehmender Unfall) ist ein statistisch unwahrscheinlicher, schwerer Störfall in einem Kernkraftwerk, für den die Anlage noch ausgelegt ist, ohne dass radioaktive Strahlung über die zulässigen Grenzwerte hinaus aus der Anlage austritt. Es ist der größte Unfall, der bei der Planung einer kerntechnischen Anlage anzunehmen ist, und dessen Beherrschbarkeit im Rahmen eines Genehmigungsverfahrens nachzuweisen ist.
Der Begriff Auslegungsstörfall wird von staatlichen Stellen und Kraftwerksbetreibern der älteren und bekannteren Bezeichnung GAU vorgezogen. Er weist darauf hin, dass es sich um Störfälle handelt, die bereits durch Analysen in der Planungsphase berücksichtigt wurden und gegen die Kraftwerke redundant ausgelegt sind.
Weblinks
- Manfred Quiring: 1957 - Der bestverschwiegene GAU der Geschichte (Welt Online, 26. September 2007 - über die „Havarie“ in der Plutoniumfabrik Majak im Südostural 1957)
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