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Antiprotozoikum

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Ein Antiprotozoikum (pl. Antiprotozoika) ist ein Arzneimittel zur Behandlung von parasitären Infektionskrankheiten, die durch Protozoen, also einzellige Erreger, verursacht werden. Damit gehören die Antiprotozoika zur Stoffgruppe der Antiparasitika. Die häufigsten Protozoeninfektionen sind Malaria, Trypanosomiasis, Amöbenruhr, Leishmaniose und Toxoplasmose.

Die Antiprotozoika sind chemisch sehr unterschiedliche Substanzen, deren Wirkungsweise in sehr verschiedener Weise in den parasitären Stoffwechsel oder die Vermehrung eingreift, zudem in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Bei einigen (z.B. Artemisinin) wird die Zerstörung morphologischer Bestandteile des Einzellers (Zellmembranen, Mitochondrien) angenommen.




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Die '''Hepatozoonose''' ist eine durch [[parasit]]äre [[Einzeller]] der Gattung ''[[Hepatozoon]]'' hervorgerufene Krankheit bei Hunden. Sie verläuft unspezifisch mit Fieber, Gewichtsverlust und Schmerzen in der Lendenregion. Gelegentlich treten blutige Durchfälle auf. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich, die Erkrankung ist mit [[Antiprotozoikum|Antiprotozoika]] jedoch unter Kontrolle zu bringen. Die wirksamste Vorbeugung ist der Schutz vor [[Zecken]], über deren orale Aufnahme die Infektion erfolgt.
Die '''Babesiose des Hundes''' (Syn. „Hundemalaria“) ist eine durch [[Einzeller]] der Gattung ''[[Babesia]]'' hervorgerufene [[Infektionskrankheit]] bei [[Hunde]]n, die eine Zerstörung der roten Blutkörperchen und damit eine Blutarmut ([[Anämie]]) verschiedenen Grades hervorruft. Die Erkrankung verläuft in Deutschland meistens [[Krankheitsverlauf|akut]] mit Fieber und endet ohne Behandlung zumeist binnen weniger Tage tödlich. Die Übertragung erfolgt durch Zecken. Während die Babesiose bis in die 1970er-Jahre vor allem eine „Reisekrankheit“ war, kommt sie durch die Ausdehnung des Verbreitungsgebiets der [[Auwaldzecke]] mittlerweile natürlich in Deutschland vor. Die Diagnose wird über eine mikroskopische Untersuchung des Blutes gesichert. Zur Behandlung werden [[Antiprotozoikum|Antiprotozoika]] eingesetzt. Andere Tierarten oder der Mensch sind durch die beim Hund krankheitsauslösenden Babesien nicht gefährdet. Allerdings kommen auch bei anderen Säugetieren Erkrankungen durch wirtsspezifische Babesien vor (→[[Babesiose|Babesiose des Menschen]] und [[Babesia#Systematik|Systematik der Babesien]]).
Als Antiparasitikum (Plural Antiparasitika) bezeichnet man Arzneistoffe, die gegen Endo- und Ektoparasiten eingesetzt werden. Mittel, die gegen beide Parasitengruppen eingesetzt werden, bezeichnet man auch als Endektozide.
Suramin ist ein farbloses Analogon des Azofarbstoffs Trypanblau. Seit den 1920er-Jahren wird Suramin als Antiprotozoikum gegen die Schlafkrankheit und andere Trypanosomen-Krankheiten eingesetzt.
Nifurtimox (Handelsname ''Lampit<sup>®</sup>'') ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Nitrofurane, der als Antiprotozoikum zur Behandlung der Chagas-Krankheit eingesetzt wird.
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Antiprotozoikum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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Diese Seite wurde bisher 30-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 28. Februar 2009 um 11:07 Uhr geändert. Inhalt ist verfügbar unter der GNU Free Documentation License 1.2.




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