Ambi-Budd
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Neben dem Werk in Berlin erwarb die Firma 26 % der Aktien der Adlerwerke in Frankfurt (Main), um den Absatz der Karosserien zu sichern. Budd hatte die Technik der Ganzstahlkarosserie nach Deutschland gebracht, die die Karosserien in Gemischtbauweise (Blechbeplankung auf Holzrahmen) weitgehend ablöste. Erstes Modell mit Ambi-Budd-Karosserie war dann auch der Adler Standard 6 und – mit baugleicher Karosserie – der Cyklon 9/40 PS. Ebenfalls bei NSU und Ley entstanden Fahrzeuge mit dieser Karosserie. So konnten 200 Karosserien pro Tag von 800 Arbeitern hergestellt werden.
1928 kaufte Ambi-Budd den Stellmacherbetrieb Lindner in Ammendorf und das Karosseriewerk der Deutschen Industriewerke AG in Berlin-Spandau. Dadurch stieg die Belegschaft auf 2500 Mitarbeiter. Neue Kunden gewann man in Ford, BMW und Hanomag. Ab 1930 wurde neben den Limousinen auch Cabriolets angeboten, und zwar in der (eigentlich altmodischen) Gemischtbauweise. Ab 1936 stellte man für die Wehrmacht die Karosserien des „schweren Einheits-PKWs“ (gefertigt von Horch, Opel und Ford) her.
Im Zweiten Weltkrieg baute Ambi-Budd unter andern den Wehrmacht-Einheitskanister, aber auch Aufbauten für Kübel- und Schwimmwagen von Volkswagen. Nach Kriegsende 1945 lag das Werk in der sowjetischen Besatzungszone und wurde komplett demontiert. Die Presswerkzeuge für den BMW 321 landeten bei Awtowelo in Eisenach zur Herstellung des EMW 321, der Rest nahm seinen Weg in die Sowjetunion.
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